Oase 09/2022

Oase des Friedens 09/2022

Vorwort

Dr. Christian Stelzer

Am westlichsten Punkt Frankreichs, dem Point du Raz in der Bretagne, befindet sich auf einem ins Meer hinausragenden Felsen die Statue der „Mutter Gottes der Schiffbrüchigen“. Die viereinhalb Meter hohe Marmorstatue, die auf einem Granitsockel an diesem stürmischen Kap errichtet wurde, stellt die Gottesmutter mit dem Jesuskind dar. Sie wendet sich einem zu ihren Füßen knienden Schiffbrüchigen zu, dem das Jesuskind seine Arme entgegenstreckt, um ihn an seiner, nach Hilfe greifenden, nach oben gerichteten Hand aus höchster Not zu retten.

Der polnische Bildhauer Cyprian Godebski hat die Statue im Jahr 1903 zu Ehren der Schutzpatronin der Seeleute aus Anlass des Jubiläums der Unbefleckten Empfängnis gestiftet. Die Verehrung Mariens als Retterin der Schiffbrüchigen bringt das tiefe Vertrauen der Seeleute und Einheimischen in die Gottesmutter, Retterin der Schiffbrüchigen, in besonderer Weise zum Ausdruck – wenn alles zerbrochen ist und nichts Irdisches vor dem Untergang mehr retten kann, hält uns die Gottesmutter Jesus mit seinen ausgestreckten kleinen Armen entgegen!

Heute neigen wir dazu, uns auf Grund der enormen wissenschaftlichen Erkenntnisse vor sämtlichen „stürmischen Meeren“ in Sicherheit zu wiegen. Und dennoch zeigen uns globale Entwicklungen wie Pandemie, Klimakrise und Kriege oft unsere Grenzen und wie sehr wirklicher Fortschritt an einem dünnen Faden hängt und letztlich Geschenk ist. Noch gibt es keine Medizin gegen viele Seuchen und Krankheiten, keine Lösung für den Klimawandel und kein Heilmittel für Kriegstreiber. Solange unser menschliches Herz nicht die Sehnsucht nach Frieden, die Einladung zum Frieden, an die oberste Stelle setzt, wird es den Frieden nicht geben.

Unermüdlich lädt uns Maria zum Frieden ein, zum Gebet um den Frieden, zur Umkehr, zum Leben mit dem Wort Gottes, zur Eucharistie. In bewegenden Worten bringt sie das in ihrer Botschaft an Marija Pavlovic-Lunetti vom 25. August 2022 zum Ausdruck: „Ich bin bei euch und halte Fürsprache für euch vor meinem Sohn Jesus, damit er euch starken Glauben gibt und Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die ich mit euch aufbauen möchte.“ Maria, die Mutter Jesus, möchte mit uns eine bessere Zukunft aufbauen! Welch eine Zusage!

Wenn man die vielen, mehr als 50.000 jungen Menschen sieht, die Anfang August zum „Mladifest“, dem Jugendgebetstreffen, nach Medjugorje gekommen sind, spürt man, dass sie dieser Zusage vertrauen: Sie möchten eine bessere Zukunft mit Maria und Jesus aufbauen. Sie möchten mutig ihre Talente im Dienst für andere einsetzen und zu „Anführern des Friedens“ werden, wie es Erzbischof Cavalli, der päpstliche Visitator für Medjugorje so treffend am Beginn des Mladifest gesagt hat.

In dieser OASE lädt uns Pater Reinhard Kofler zur Betrachtung der Botschaft vom 25. August 2022 ein. Pater Reinhard war selbst mit einer Gruppe junger Menschen aus Graz zum „Mladifest“ gereist und hat diese besonderen Tage als Priester hautnah erlebt.

Wir bringen das bewegende Glaubenszeugnis von Schwester Benedikta von den Barmherzigen Schwester, deren ungeplante erste Reise nach Medjugorje ihr Leben komplett verändert hat.

Seit vielen Jahren organisiert Hans Kern aus der Südsteiermark regelmäßig Pilgerfahrten aus seiner Pfarre nach Medjugorje. Im Interview mit der OASE berichtet er über seinen außergewöhnlichen Lebensweg und wie die Botschaften von Medjugorje sein geistliches Leben formen.

Viel Freude am Lesen wünscht Ihnen Christian Stelzer

Online Beiträge aus dieser Ausgabe

Botschaft der Königin des Friedens vom 25. August 2022

Liebe Kinder!

Gott erlaubt mir, mit euch zu sein und euch auf dem Weg des Friedens zu führen, damit ihr so, über den persönlichen Frieden, den Frieden in der Welt aufbaut. Ich bin bei euch und halte Fürsprache für euch vor meinem Sohn Jesus, damit er euch starken Glauben gibt und Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die ich mit euch aufbauen möchte. Ihr, seid mutig und fürchtet euch nicht, denn Gott ist mit euch.

Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

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