Leben im Rhythmus der Botschaften

Betrachtung zur Botschaft

Betrachtung zur Botschaft vom 25. August 2021- Ignaz Hochholzer

Ignaz Hochholzer
August 25, 2021
Mit Freude rufe ich euch alle auf, seid Freude und Friede!

Die Gottesmutter ruft uns zu Freude und Friede in schwerer Zeit. In seiner Heimat Warschau-Praga ist am 10. August 2021 der Apostolische Visitator für Medjugorje, Erzbischof Henryk Hoser, verstorben und inzwischen in der Kathedrale beigesetzt worden, für Medjugorje und alle, die damit verbunden sind, ein schmerzlicher Verlust. Als Arzt und Priester hat er in schwerster Zeit in Ruanda gewirkt von 1975 bis 1995. Von dort wusste er um den Ernst, wenn die Gottesmutter zum Gebet um den Frieden aufruft. Als einer der wenigen hat er vor Ort während des Völkermordes durchgehalten, treu zum Volk und in innigem Vertrauen auf Jesus und Maria. So nur ist zu erklären, dass ihn Papst Franziskus nach Jahren des Dienstes im Vatikan und als Erzbischof in Warschau-Praga am 11. Februar 2017 noch mit einer großen Aufgabe für Medjugorje betraut hat, obwohl Erzbischof Hoser Medjugorje gänzlich unbekannt war. Rasch hat er das Gnadenwirken dort erkannt und den Ort als weltweites Zentrum der Neuevangelisierung mit vollem Einsatz gefördert, sodass von Rom rasch die Anerkennung als Wallfahrtsstätte kam.

Was wir als Verlust sehen, sieht die Gottesmutter als Geburt in den Himmel für den Erzbischof und sein Weiterwirken dort, ein Fürsprecher mehr, wie der unvergessliche Pater Slavko Barbaric. So nur können wir begreifen, dass uns die Gottesmutter in Freude zuruft: Seid Freude und Friede! Während wir oftmals wie gelähmt sind durch Naturkatastrophen, Seuchen, Hungersnot, Kriegs- und Terrorangst, will die Gottesmutter unseren Blick zum Himmel richten.

Bezeugt mit eurem Leben den Himmel, den ich euch bringe!

Auf uns kommt es an, wie wir bestehen in schwerer Zeit, durchhalten, auch wenn Gefahren drohen wie für Erzbischof Hoser in Ruanda. Ausharren in großem Vertrauen, dass Gott in größter Not uns besonders nahe ist, wie Jesus am Kreuz gerufen hat: Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist. So bewahren wir Ruhe und Frieden in der Unrast unserer Welt heute. In dieser unerschütterlichen Hoffnung auf Gott allein können wir zum Abglanz der Liebe werden.

Seid der Abglanz meiner Liebe für die, die nicht lieben und deren Herzen von Hass erobert wurden.

Das ist der Aufruf der Gottesmutter. So oft spricht sie von der Schönheit in ihren Botschaften wie auch am 18.12.1986: „Ihr seid viel schöner, wenn ihr betet... Nach dem Gebet zeigt ihr viel mehr all das Schöne vor Gott, und ihr seid ihm noch lieber. Deshalb betet und öffnet euer Inneres dem Herrn, dass er aus euch eine schöne, harmonische Blume für den Himmel machen kann.“
Bei all dem Schrecken in Afghanistan und der Seuchen weltweit möchte uns Gott als schöne, harmonische Blume, als Abglanz der Liebe dem Hass gegenüberstellen. Nur so können wir die Welt retten, nur so bewähren wir uns als Christen. Der Glanz der Liebe und des Friedens soll Elend und Ekel der Welt ausmerzen. Obwohl selbst nicht Christ, hat dies Mahatma Ghandi von den Christen erwartet. Er, der den Dialog mit den Christen suchte, zitierte immer wieder Jesus, um die Menschen zu unterweisen. Von ihm stammt das schöne Bild:

Versuchen wir, wie eine Rose zu sein, sie predigt nicht, geht nicht umher..., doch mit ihrer Anmut, mit ihrem Duft zieht sie die Menschen unwiderstehlich an.
So könnte man die Heiligkeit umschreiben. Wahre Heiligkeit ist immer anziehend. Um sie zu erreichen, sind uns fünf Wurfgeschoße geschenkt gegen den Widersacher:

die Hl. Messe

die Hl. Beichte

das Gebet, der Rosenkranz

das Fasten

die Bibel lesen und leben

Gekommen ist die Stunde, zu schweigen und nur mehr Abglanz von Liebe, Friede und Heiligkeit all jenen zu sein, die gefangen sind in Zwietracht, Neid und Hass.