Betrachtung zur Botschaft vom 25. Feb 2017 – Dr. Johannes Gamperl

Die Wurzeln unseres Glaubens
en Glauben tief leben und den Allerhöchsten um Glaubensstärke bitten

Gott, du Allerhöchster, wir bitten dich um einen ganz tiefen Glauben, damit ihn weder Winde noch Stürme brechen können. Der Mensch erhält als Belohnung für den Glauben das göttliche Leben und das ewige Erbe. Leider ist der Glaube bei vielen Menschen verblasst und hat aufgehört, ihr Leben zu bestimmen und zu formen. Der Glaube muss den ganzen Menschen umfassen. Nur der Mensch, der zutiefst aus dem Glauben lebt, die personale Hingabe Gott ganz schenkt, kommt zum ganzen Menschsein. Ansonsten bleibt er bruchstückhaft, ein Torso. Bitten wir den Herrn um eine ganz tiefe Glaubensstärke!

Die Wurzeln unseres Glaubens mögen das Gebet und die Hoffnung auf das ewige Leben sein

Dazu möchte ich Ihnen eine wahre Geschichte schildern, die von Peter Zimmermann stammt, der die Erzählung mit „Joachim – Gott verwandelte meine Trauer in Freude“ betitelte:

Als ich im Dezember 2001 Joachim traf, berichtete er mir vom tragischen Tod seiner Mutter. „Meine Mutter überraschte mich mit der Nachricht, dass sie bald sterben werde. Ich verdrängte es und wollte es auch nicht glauben. Bald bekam sie eine schwere Lungenentzündung und musste in die Klinik. Die Ärzte waren zuversichtlich und meinten, dass sie die Sache in den Griff bekommen würden. Trotz Antibiotika wurde der Zustand immer kritischer. Sie bekam Sauerstoffzufuhr. An einem Sonntag konnte sie fast nicht mehr sprechen. Am nächsten Tag kam ein Anruf, dass meine Mutter in der Nacht in ein künstliches Koma versetzt worden war. Ich ging mit meinem Vater und meinem Bruder sofort in die Klinik. Überall waren Schläuche angebracht. Die Ärzte versuchten alles, doch meine Mutter starb im März 2001. Für uns kam eine schwere Zeit. Der Tod belastete mich nicht nur beim Studium. Ich verkraftetealles nur sehr schwer. Ich lernte bald ein Jugendforum in Altötting kennen. Hier wurde Wert auf Lobpreis Gottes und Beichte gelegt. Nach einigem Zögern ging ich zum Beichten. Dabei erlebte ich eine totale Befreiung, und Gott schenkte mir die Gnade, dass ich wieder froh wurde. Bei dem sieben Tage dauernden Jugendforum erlebte ich durch die Anbetung immer mehr Freude. Ich kam sehr traurig zu dem Forum und ging glücklich wieder nach Hause.“

Als sich Zimmermann nach dem Alter der Mutter erkundigte, erwiderte er: „Meine Mutter starb mit 49 Jahren. Kurz vor ihrem Tod bat ich sie, mir ein Zeichen zu geben, wenn sie im Himmel ist. Genau ein halbes Jahr nach ihrem Tod wurde ich zu einem Vortrag von Jugend 2000 eingeladen. Ein Pater sprach über Vergebung, Tod und Jenseits. Danach ging ich zu diesem Priester und berichtete von unserem Trauerfall. Ich wollte irgendwie eine Bestätigung haben, dass meine Mutter im Himmel ist. Der Pater legte mir die Hand auf den Kopf und sagte sehr laut: Halleluja, ich habe ein Wort vom Himmel bekommen: „Sei nicht besorgt, mein Kind, sie ist bei mir.“ Diese Worte waren für mich eine Bestätigung, denn sie wurden genau in der Stunde gesprochen, als ich meine Mutter um dieses Zeichen bat. Von jetzt an ging es mir immer besser. Am nächsten Tag berichtete ich den Vorfall meinem Vater. Er umarmte mich und war sehr erleichtert. Diese Begebenheit veranlasste mich dazu, Gott zu suchen und mehr Zeit für ihn zu finden.“

Zimmermann wollte von seinem Gesprächspartner wissen, wie sich sein Verhältnis zu Gott entwickelte. Darauf antwortete er: „Heute ist Gott für mich das Wichtigste, er ist der Mittelpunkt meines Lebens geworden. Vor dem Tod meiner Mutter war das Gebet eine Belastung, und vor der Beichte hatte ich Angst. Heute sehe ich im Sakrament der Versöhnung eine große Gnade.“

Schließlich wollte ich die Ursache erfahren. Joachim antwortete: „Weil ich danach immer sehr erleichtert bin. Die Beichte ist für mich wie ein Stück Himmel auf Erden geworden, und aus diesem Grund gehe ich regelmäßig beichten.“

Als ich dann fragte, was er tue, wenn Schwierigkeiten auftauchen, gab er zur Antwort: „Bei Problemen gehe ich zu Jesus und vertraue ihm meine Anliegen und Sorgen an, das macht mich innerlich glücklich und zufrieden.“

Und schon jetzt, meine lieben Kinder, arbeitet an euch in dieser Gnadenzeit, in der euch Gott die Gnade gibt, dass ihr in der Entsagung und im Aufruf zur Umkehr Menschen mit klarem und beständigem Glauben und mit Hoffnung sein werdet.

Diese eindringlichen Worte sagt uns die Gottesmutter zum Abschluss ihrer Botschaft. Möge uns der vorhin beschriebene junge Mann darin ein echtes Vorbild sein!

Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.

Danke, liebe Gottesmutter, für Deine ermutigenden und einladenden Worte zu Beginn der 40-tägigen Fastenzeit! Leite uns an Deiner Hand durch diese Gnadenzeit!

Dr. Johannes Gamperl



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