Betrachtung zur Botschaft vom 25. August 2017 – Christian Zaruba

Christian Zaruba

Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf, Menschen des Gebets zu sein.
Große Freude möchte uns die Muttergottes in dieser Botschaft bringen. Mit Beharrlichkeit spricht sie über das Gebet. Das ist nichts Neues. Aber genau das ist authentisch, echt, die untrügliche Botschaft des Himmels!

Muttergottes, danke, dass du so deutlich zum Gebet rufst. Fünfmal sprichst du in dieser Botschaft vom Gebet. Danke, dass du uns damit den Weg zum Himmel weist!

Betet solange, bis euch das Gebet zur Freude und zur Begegnung mit dem Allerhöchsten wird. Er wird euer Herz verwandeln, und ihr werdet zu Menschen der Liebe und des Friedens werden.

In ihrer Schule gibt uns die Gospa monatlich eine „Hausaufgabe“. Wir sollen beten – ohne Unterlass: Unser ganzes Leben soll Gebet, Hingabe an Gott sein. Auch all unser Tun und Denken soll Gebet sein, soll im Bewusstsein der liebenden Gegenwart Gottes geschehen.
Maria bittet uns, dass wir den Aufruf zum Gebet befolgen und Menschen des Gebets werden.
In der Betrachtung der Botschaft inspiriert uns der Heilige Geist, ihren Sinn aufzunehmen. Wir kommen mit dem Heiligen Geist ins Gespräch und in Berührung, treten ins Gebet ein, beginnen, den Wunsch der Gospa zu erfüllen.

Lieber Heiliger Geist, damit wir Menschen des Gebets, betende Menschen werden können, bitten wir Dich: Berühre uns! Begegne uns! Stärke und erfrische uns!

Täglich beten wir und sprechen mit Gott – im freien Gebet, im Rosenkranzgebet, in der Hl. Messe! Schenken wir Gott, der uns erschaffen und erlöst hat, der uns täglich neu das Leben gibt, „den Raum und die Zeit des Gebets“, damit die Begegnung mit Ihm möglich wird, die uns erfrischt und uns neue Kraft und Inspiration gibt, neue Wegweisung und neuen Schwung.
Vertrauen wir Gott, dass Er uns in unserer treuen Gebetszeit täglich neu begegnet, uns neu gegenüber tritt und uns sagt: „Ich liebe dich von Ewigkeit her! Ich bin dein Gott! Vergiss nicht: Ich bin bei dir. Ich verlasse dich nicht! Gib mir den ersten Platz in deinem Leben, damit ich dir in allem helfen kann. Ich liebe dich, wie niemand anderer dich lieben kann! Ich will dir alles geben, was Dir zum Heil dient, auch das, was deine Vorstellung übersteigt.“
So können wir Menschen des Gebets sein, im Bewusstsein der wahrhaftigen Gegenwart Gottes in unserem Leben. Vertrauen wir Gott, dass Er uns in der Begegnung im Gebet tiefe Freude schenkt, die uns trägt und nicht vergeht. Dann berührt uns Gott – in Seiner Freude, im Heiligen Geist – in unserem Herzen; wir blühen auf wie frische Rosen, die vom Wasser benetzt sind, das sie zum Leben, zum Blühen brauchen.
Dann verwandelt Gott unser Herz; in Seiner Freude werden wir als Menschen des Gebets auch Menschen der Liebe und des Friedens – und das Gottesreich der Liebe und des Friedens, das die ganze Welt erfassen soll, beginnt neu zu wachsen und erhält neue Nahrung in unseren Herzen, die beten und Gott, unserem Schöpfer und Erlöser, begegnen.

Liebe Kinder, vergesst nicht, dass Satan stark ist und dass er euch vom Gebet abbringen möchte.

Die Gospa richtet in dieser Botschaft von Anfang an unser Augenmerk aufs Gebet, das unsere eigentliche Aufgabe ist: Wir sollen im Gebet täglich dem Allerhöchsten begegnen; dann wird uns das Gebet pure Freude werden, die uns ganz erfüllt und unser Wesen durchdringt; so werden unsere Herzen von Gott verwandelt, wir können von Herzen mit Gott sprechen und werden als betende Menschen zu Menschen der Liebe und des Friedens, in deren Herzen das Reich Gottes wächst und neu geboren wird.
Vom Widersacher Gottes, vom Satan, müssen wir mit Widerständen rechnen, die stark sein können und verhindern wollen, dass wir beten. Denn der Satan ist sich immer dessen bewusst, dass wir im Gebet Gott begegnen und Seine Liebe, Seinen Frieden, Seine Freude und Seine Kraft empfangen, ja dass wir uns im Gebet mit Gott vereinen und dass Sein Heiliger Geist uns ganz erfüllt. Bleiben wir wach und treu im täglichen Gebet! Gott wird uns nie enttäuschen, nie verlassen!

Vergesst nicht, dass das Gebet der geheime Schlüssel der Begegnung mit Gott ist.

Wieder spricht die Gospa: „Vergesst nicht!“ „Erinnert euch!“
Aus der Freude, der Glückseligkeit des Gebets heraus und aus dem Bewusstsein der Gegenwart Gottes sollen wir wach und aufmerksam dann auch die Widerstände, die Hindernisse, die uns bedrängen, richtig erkennen und entlarven – als Angriffe, die uns nicht davon abhalten sollen, mit dem Herzensgebet die Tür zur Begegnung mit Gott aufzuschließen.
Fünfmal spricht die Gospa diesmal vom Gebet; und zweimal ruft sie uns zu: Im Gebet werden wir Gott selbst begegnen! Das dürfen wir nicht vergessen!

Erfüllen wir unsere „Hausaufgabe“, nehmen wir den geheimen Schlüssel, üben wir uns im Gebet! Wir begegnen Gott und leben so in Seiner Gegenwart. Er bringt uns dem Himmel täglich ein Stück weit näher!

Deshalb bin ich bei euch, um euch zu führen. Gebt das Gebet nicht auf.

Danke, Muttergottes, dass du uns in der Schule des Gebets so beharrlich den Weg führst. Wir dürfen das Gebet nie aufgeben, es nicht vernachlässigen, nicht hintanstellen. Es ist das Wichtigste – wir begegnen Gott darin.

Warum wiederholt Maria so oft den Aufruf zum Gebet? Weil es unabdingbar ist, lebensnotwendig, der Atem der Seele.
Es ist nicht immer dasselbe! Nur derselbe Aufruf! Aber das Gebet ist ein Weg, unser notwendiger Weg!
Jedes Gebet verändert mich, wenn ich es spreche, und meine Beziehung zu Gott. Ich bin danach nicht mehr der, der ich vorher war. Auf meinem Weg zu Gott, zum Himmel, zu meiner Bestimmung ist es wichtig, im Gebet Fortschritte zu machen. Jedes Gebet bringt mich auf meinem Lebensweg weiter, näher zu Gott, näher zu meiner eigenen Verwirklichung, zu meinem eigenen Ich, wie Gott mich schon ewig gewollt hat. Ohne Gebet komme ich nicht weiter, bleibe stehen, falle zurück und hungere und dürste geistlich.

Wie und was beten wir?
Im Gebet bitten wir Gott um vieles, wir danken Ihm für alles; wir beten fürbittend für viele Anliegen und andere Menschen, die das Gebet brauchen; wir leisten Buße, Sühne und Wiedergutmachung für Sünden und Versäumnisse – für unsere eigenen und die anderer. Im Gebet vertrauen wir uns Gott und Seiner Mutter an, wir weihen uns, unsere Lieben und die Welt den Herzen Jesu und Mariens; wir beten Gott an in unseren Herzen, in der Eucharistie, wir schauen Ihn an! Wir loben und preisen Gott – Er ist allen Lobes würdig – wir erfahren darin Freude, Liebe und Seine besondere Nähe! Wir beten um Segen und Heilung! Und wir verweilen vor Gott, in Seiner Gegenwart – wir sind still vor Gott, spüren Sein Dasein für uns und hören auf Seine Stimme in der Anbetung!

Am Ende der Zeiten wird vieles vergangen sein, werden die Streitende Kirche und die Leidende Kirche mit der Triumphierenden Kirche bei Gott im Himmel vereinigt sein. Was wird bleiben?
Am Ende bleiben die Anbetung Gottes, das Dankgebet, die Erfahrung der Vereinigung mit Gott im Gebet, der ewige Lobpreis Gottes, das Leben in Fülle mit Gott, das Gespräch mit Ihm und die Erkenntnis Gottes in Seinem Reich!
Warum wiederholt Maria so oft den Aufruf zum Gebet? Es ist unsere eigentliche Aufgabe, jetzt, in Zukunft und in der Ewigkeit. Durch das beständige Gebet machen wir geistliche Fortschritte, gehen unseren Weg weiter.
Das Gebet wird, je weiter wir voranschreiten, unsere immer „ausschließlichere“ Aufgabe und am Ende unsere vollkommene Freude sein – der Himmel, zu dem uns Maria aufruft, ihn schon hier und jetzt – jeden Tag – in der Freude zu leben!

Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

Danke, Maria, unsere Mutter, dass du mit uns bist, dass du uns auf unserem Weg führst, dass du uns geistlich in deiner Schule erziehst und bildest, hier und jetzt und für unsere Zukunft und unsere Bestimmung! Danke, dass wir diesen Weg mit dir gehen dürfen.

Danke, barmherziger Gott, dass Du uns so untrüglich, so unverkennbar durch Deine Mutter führst, dass Du uns so nahekommst und uns den Weg zum Himmel zeigst, zu unserem Lebensziel! Denn nur mit dem Gebet gelangen wir zur Begegnung mit Dir!



X