13. Medjugorje-Friedensgebet

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13. Medjugorje-Friedensgebet im Wiener Stephansdom im Zeichen der Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Beschränkungen war die Besucheranzahl beim diesjährigen Friedensgebet im Wiener Stephansdom von Vornherein auf 750 maskentragende Besucher beschränkt worden, von denen sich zirka die Hälfte per E-Mail oder Telefon vorangemeldet hatten. Hauptanliegen der Organisatoren war es, in dieser besonderen Zeit ein Zeichen der Hoffnung zu setzen und das gemeinsame Beten und Eucharistiefeiern nicht zum Erliegen kommen zu lassen, all das unter Berücksichtigung der vorgegebenen Sicherheitsauflagen, um, mit Gottes Hilfe, jegliche Clusterbildung zu vermeiden.

„Wir kommen heute miteinander der Aufgabe nach, das Gebet nicht abreißen zu lassen.“, eröffnete Dompfarrer Anton Faber in seiner Begrüßung den fünfstündigen Gebetsabend. „Wir gehen an der Hand der Gottesmutter, haben heute die Kopie der Gnadenmutter von Mariazell bei uns im Dom. An ihrer Hand bitten wir um Frieden – Frieden für uns selbst, für unsere Familien, Gruppen und Gemeinschaften, Frieden in der ganzen Welt, auch Frieden zwischen den Generationen. Das Friedensgebet hat in den vergangenen Jahren den Dom schon zum Bersten gefüllt. Heute sind wir im Geiste genauso stark, auch wenn heute nicht so viele hier sein können. In unserer Ausrichtung als Freunde Mariens wollen wir unser Gebet, das Feiern und Opfern in den Dom bringen, auch alle, die geistig mit uns verbunden sind.“, so Dompfarrer Anton Faber in seiner Begrüßung.

Christian Stelzer, der das Gebetstreffen moderierte, begrüßte alle Mitbeter, die über Radio Maria, KIT-TV, Missio und YouTube mit den Gläubigen im Dom verbunden waren, und lud dazu ein, dem Wort Mariens aus ihrer Botschaft am 25. August 2020 Vertrauen zu schenken: „Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen.“

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Traditionell bestimmen beim Friedensgebet Rosenkranz, Eucharistiefeier, Anbetung und Glaubenszeugnisse das Programm. Schwester Luise Pollanz von den „Schwestern der Jüngersuche“ berichtete, wie ihre Gemeinschaft seit vielen Jahren Menschen nach Medjugorje begleitet und Wunder der Gnade Gottes, der Bekehrungen und Heilungen erleben darf.

Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner nannte biografische Bezüge zu Medjugorje und rief dazu auf, die durch die Coronakrise sich eröffnenden Chancen besser zu nutzen. Dazu zähle nach Ansicht des Zisterziensermönchs in einer Kirche, in der Äußerlichkeiten oft zu wichtig geworden seien, die Gelegenheit zu einer „Vergeistlichung“. Die Beziehung zu Jesus Christus sei die eigentliche „Substanz des Glaubens“ und könne trotz aller Covid-19-Beschränkungen etwa in einer sehr bewusst empfangenen „geistlichen Kommunion“ gestärkt werden, betonte der Ordensmann.

Auch das einfache Bittgebet sollten die Menschen wiederentdecken und „von Gott mehr erwarten“, appellierte der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich. P. Karl Wallner will zudem ein Buch über die ihm seit dem Lockdown zugesandten 31.000 Fürbitten und über die Gebetserhörungen von Mitfeiernden der täglichen missio-Livestream-Gottesdienste herausgeben.

Schließlich drängte der Missio-Chef, die Kirche müsse „missionarischer“ werden: „Wir haben vergessen, dass Jesus sein Werk mit Fischern begann – nicht etwa mit Hirten, die einem verlorenen Schaf nachlaufen. Heute ist ein Schaf noch da, 99 laufen frei herum. Wir müssen Werbende sein und die Netze neu auswerfen.“ Neue Formate gelte es besser zu nutzen, verwies P. Wallner auf Zuseher-Spitzenwerte bei ORF-Fernsehgottesdiensten.

Heuer berichtete der Gründer der Schulernährungsinitiative „Mary´s Meals“, Magnus MacFarlane-Barrow, via Video-Live-Zuschaltung über drastische Auswirkungen der Corona-Pandemie in den ärmsten Ländern der Welt: „Die Prognose einer Verdoppelung der Hungernden scheint sich zu bewahrheiten. Viele neue Dorfgemeinschaften wollen infolge von Covid-19 in unser Programm aufgenommen werden.“ Aufgrund der vielen Schulschließungen habe das Hilfswerk ein neues System gefunden, um weiterhin 1,6 Millionen Kinder – vor allem in afrikanischen Ländern südlich der Sahara – täglich mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen.

In seiner Predigt, die sich auf die Lesungen des Tages bezog, rief Kardinal Christoph Schönborn dazu auf, verstärkt die Not anderer Menschen wahrzunehmen. Angesichts zunehmender Armut infolge der Covid-19-Krise sollten Christen nach dem Beispiel der Gottesmutter Maria „das Herz und die Ohren öffnen für das Wort Gottes und für den Ruf der Armen“, so der Wiener Erzbischof beim Friedensgebet „Message for you“ im Wiener Stephansdom.

Thorben, Fabian und Kristof von der Gemeinschaft Cenacolo berichteten beeindruckend von ihrem Neustart ins Leben mithilfe der christlichen Selbsthilfegruppe im burgenländischen Kleinfrauenhaid, die sich seit über 20 Jahren um junge Menschen mit Depressionen, Alkohol- und Drogenproblemen kümmert.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhren bei den Friedensgebeten vergangener Jahre stets auch die besonderen Gäste aus Medjugorje, Marija Pavlovic-Lunetti und Ivan Dragicevic, die in diesem Jahr coronabedingt Grußbotschaften übermittelt hatten. Ivan hob die Bedeutung des Gebets in einer „friedlosen Zeit“ hervor. Die Mutter Jesu rufe jeden einzelnen Menschen persönlich dazu auf, ein Mittler des Friedens zu werden. Die mittlerweile 39 Jahre seit Beginn der Erscheinungen seien eine „Zeit der Gnade“.

Marija Pavlovic-Lunetti sagte in ihrer Audiobotschaft:

„Lieber Bruder in Christus, liebes Gottesvolk, das heute hier im Stephansdom zum Gebet für den Frieden versammelt ist! Ich möchte euch sagen, dass ich im Gebet mit euch sehr verbunden bin, besonders heute Abend, während der Erscheinungszeit. Bleibt im Gebet. Ich bete für euch alle und für eure Anliegen. Wir leben in einer sehr schwierigen Zeit, in der uns der christliche Glaube aus der Gesellschaft und unserem persönlichen Leben genommen werden will. Deswegen ist aber die Gottesmutter mit uns. Sie betet für uns und sie kämpft für uns. Sie lädt uns zur Heiligkeit des Lebens ein, und zum Glauben und zu den Sakramenten zurückzukehren. Zur Vigil des Jahres 2000 hat uns die Gottesmutter eingeladen, uns ganz ihrem Herzen und dem Herzen ihres Sohnes Jesus zu weihen. Sie hat gesagt: „Satan ist entfesselt.“ Und wir erleben es in dieser Zeit, in der uns alles, was von Gott und von der Kirche ist, genommen werden will. Deswegen bittet uns die Gottesmutter, ein authentisches Lebenszeugnis zu geben, und um ein starkes Gebet, vereint in der Liebe Gottes und in ihrer Liebe. Die Gospa sagt: „Gott hat mir erlaubt, mit euch zu sein.“
Meine Grußbotschaft an euch soll eine hoffnungsvolle Ermutigung sein. Denn wir sind in Freude miteinander verbunden und kämpfen gemeinsam gegen den Feind, den Satan, der unser Leben und den gesamten Planeten vernichten möchte. Besonders möchte ich auch meinen großen Bruder im Glauben, unseren lieben Kardinal Pater Christoph Schönborn, grüßen. Im Glauben bin ich mit ihm sowie mit allen Priestern besonders verbunden, da das Gebet für die Priester meine besondere Aufgabe ist, die mir die Gospa aufgetragen hat.
Ich grüße euch alle ganz herzlich. Möge euch der liebe Gott reichlich segnen! Eure Schwester Marija.

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