Vorwort OASE 2026.05 von Dr. Christian Stelzer
Oase des Friedens 05/2026
Vorwort 05.2026

Vorwort
Dr. Christian Stelzer
Die Schönheit der aufblühenden Natur im Monat Mai wird in der katholischen Tradition oft mit der Verehrung der Gottesmutter in Verbindung gebracht und der Marienmonat zum schönsten Monat erhoben. Es ist der Monat, in dem wir Maria in Andachten und Gebeten, vor allem im Rosenkranz, besonders verehren und sie um ihre Fürsprache bitten.
Papst Leo XIV. hat erst kürzlich bei seiner Reise nach Angola vor der Wallfahrtskirche „Mamā Muxima“, „Mutter des Herzens“, daran erinnert, dass der Heilige Rosenkranz eine alte und einfache Andachtsform ist, die in der Kirche als Gebet für alle entstanden ist. Nach dem heiligen Johannes Paul II. sei es das Gebet eines Christentums, das die „Frische des Ursprungs“ bewahrt hat und das uns dränge, der Welt Christus zu verkünden.
Das Rosenkranzgebet verpflichte uns nach den Worten von Papst Leo dazu, jeden Menschen mit mütterlichem Herzen zu lieben – konkret und großherzig – und uns für das Wohl der anderen einzusetzen, insbesondere für das der Ärmsten. Denn eine Mutter liebt alle ihre Kinder, auch wenn sie sich voneinander unterscheiden, gleichermaßen und von ganzem Herzen.
Auch wir sollen vor der Mutter unseres Herzens versprechen, dasselbe zu tun, damit die Hungrigen zu essen haben, die Kranken die notwendige Pflege erhalten, damit den Kindern eine angemessene Bildung garantiert wird und die Älteren ihre Jahre in Ruhe genießen können. An all diese Dinge denkt eine Mutter. An all diese Dinge denkt Maria, und sie lädt uns ein, mit ihr für andere zu sorgen, und bittet uns, dass auch wir uns von den Regungen ihres Herzens erfassen lassen und wie sie Gerechtigkeit und Frieden stiften.
Denn die Liebe muss triumphieren, nicht der Krieg! Das lehre uns das Herz Mariens, so Papst Leo.
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