Triduum sacrum – Die Heiligen Drei Tage in Medjugorje

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Triduum sacrum – Die Heiligen Drei Tage in Medjugorje

Jesus hat beim letzten Abendmahl die Eucharistie eingeführt – als Opfer in Erinnerung an seinen Tod und seine Auferstehung, und als Auftrag an seine Jünger, dies bis zu seiner Zweiten Wiederkunft auf Erden zu feiern: Daran hat Erzbischof Henryk Hoser die Gläubigen in Medjugorje am Gründonnerstag bei der Auftakt-Liturgie zu den Heiligen Drei Tagen erinnert. „Jesus reichte den Aposteln die erste Kommunion und weihte sie zu Priestern“, sagte der Apostolische Visitator – und verwies darauf, dass das lateinische Wort Kommunion („communio“) übersetzt gemeinsam sein, gemeinsam leben und auch Nächstenliebe bedeutet.

„Die Liebe, die Er unseren Menschenherzen gibt, befähigt uns, wie Er zu lieben, sogar unsere Feinde. Schließlich hat Er ja, am Kreuz aufgerichtet, über Seine Henker gesagt: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Die Heilige Kommunion bringt unserem Leben viele Früchte, sie vereint uns mehr mit Jesus und befreit uns von den Sünden. Die Eucharistie ist die Kirche; sie treibt uns dazu an, uns mehr für die Armen einzusetzen. Und schließlich, wie Augustinus sagte, ist sie das Sakrament der Verehrung und das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe“, sagte Henryk Hoser in seiner Predigt.
Im Rahmen der Feier wusch der Erzbischof den Aposteln – vertreten durch Gläubige aus verschiedenen Berufungen und Missionen in der Pfarre Medjugorje und den hier ansässigen Gemeinschaften -, die Füße. Unter ihnen war auch Ortspfarrer P. Marinko Sakota.

Am Karfreitag fand in Medjugorje bereits ab den frühen Morgenstunden der traditionelle Kreuzweg auf den Kreuzberg statt, an dem sich alle Gläubigen einzeln oder in Gruppen beteiligten. Pfarrer P. Marinko leitete den Kreuzweg für die Pilger und die Bewohner des Ortes Medjugorje. Die Feier der Kreuzverehrung wurde von P. Zvonimir Pavičić geleitet.

In der Osternacht am 20. April stand in der Pfarrkirche St. Jakob erneut Erzbischof Hoser der Feier zur Auferstehung Christi vor, begleitet von 48 konzelebrierenden Priestern. Es sei dies der Höhepunkt aller liturgischen Feiern des Jahres, rief dabei der Apostolische Visitator in Erinnerung. „Schon seit zweitausend Jahren gibt es keine bessere Nachricht als diese: Der auferstandene Jesus, der Sohn Gottes, schaut auf uns, wo auch immer wir sind. Er hat keine Angst, uns nahe zu kommen, uns auch in unseren Niederlagen zu berühren und uns hinaufzuführen in die Fülle des Lebens. Dieses Wunder ereignet sich hier in Medjugorje jeden Tag. Wir kehren zurück in die Gnade unserer Taufe und werden dazu befähigt, den Glauben der Kirche zu verbreiten und den Weg der Heiligkeit und Erlösung einzuschlagen.“

Erzbischof Hoser erinnerte an dieser Stelle daran, dass Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 den ersten Sontag nach Ostern zum Sonntag der Barmherzigkeit – „der wichtigsten Frucht Seines Todes und Seiner Auferstehung“ – erklärt hatte. Allen Mitfeiernden wünschte der Erzbischof, immer und überall in der Freude der Auferstehung zu leben. „Für echte Christen, Jünger des Herrn, gibt es keine hoffnungslose Situation, da Christus das Zentrum des Universums und der Geschichte ist. Er ist das Zentrum unserer Existenz und unseres Lebens.“

Am Ostersonntag fand in Medjugorje das feierliche Osterhochamt um 11 Uhr statt. P. Ivan Dugandžić stand dem kroatischsprachigen Gottesdienst vor, an dem sich tausende Mitfeiernde aus der Pfarre und aus den Pilgergruppen beteiligten. Nach der Hl. Messe fand die traditionelle Versammlung bei den Ruinen der alten Kirche statt. Bei der Abendliturgie um 18 Uhr war dann P Ante Kutleša Hauptzelebrant der Hl. Messe.



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