Oase 05/2020

Oase des Friedens 05/2020

Vorwort

Dr.Christian Stelzer

„Im wunderschönen Monat Mai…!“ schreibt Heinrich Heine in einem bekannten romantischen Gedicht, das wir in der Schulzeit gelesen haben. In diesem Jahr bietet der Mai für uns alle einen besonderen Grund zur Freude: Die Ausgangsbeschränkungen enden schrittweise, man darf wieder ohne Begründung das Haus verlassen, Geschäfte und Schulen öffnen, Gottesdienstbesuche in Kirchen sind – wenn auch mit Auflagen – ab 15. Mai möglich und auch Gasthausbesuche werden wieder erlaubt. Ende Mai öffnen dann auch die Beherbergungsbetriebe und Schwimmbäder – das alles unter Einhaltung von Sicherheitsabstand, Hygienevorschriften und Tragen von Mund-Nasen-Masken.

Von diesen Schutzmaßnahmen könne erst dann wieder abgesehen werden, wenn eine Impfung gegen das Virus bestehe, so der österreichische Gesundheitsminister in Übereinstimmung mit der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung.
Um eine wirksame Waffe gegen das Coronavirus ringen derzeit weltweit die bedeutendsten Mikrobiologen, ohne dass bisher ein klarer Zeitrahmen in Sicht ist, wann uns ein solcher Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Wie sehr unsere persönliche Freiheit auch von wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen abhängt, wird uns in solchen Momenten deutlich bewusst. Ich erinnere mich an den eindringlichen Appell von Mutter Teresa, um ein wirksames Medikament gegen AIDS zu beten. Es war am Heiligen Abend 1985, als sie in New York das „Geschenk der Liebe“, ihr erstes Haus für AIDS-Patienten, eröffnete, damals weltweit die erste Einrichtung dieser Art. 10 Jahre später brachte die sogenannte Kombinationstherapie den Durchbruch in der Behandlung der HIV-Infektion.

Auch an den Biochemiker Kary Mullis denke ich in diesen Tagen. Die von ihm entwickelte Methode der PCR, der Polymerase-Ketten-Reaktion, ermöglicht heute die Testung auf SARS-Covid-19. Eine Infektion könnte ohne sie nicht festgestellt werden. In seiner Nobel-Vorlesung bei der Verleihung des Chemie-Nobelpreises am 8. Dezember 1993 schilderte Kary Mullis, wie er an dem historischen Freitagabend auf dem Highway 128 mit seinem PKW von Berkeley nach Mendocino unterwegs war und plötzlich, bei Meile 46,7, diesen „Geistesblitz“ hatte und verstand, „wie dieses nervigste Problem der DNA-Chemie“ zu lösen war. Die Lösung, die er gefunden hatte, war so einfach und genial, dass es selbst seinen Labor-Kollegen erst nach Monaten dämmerte, dass Mullis eine der wichtigsten Methoden der modernen Molekularbiologie entschlüsselt hatte, die vielleicht wichtigste Entdeckung des 20. Jahrhunderts auf diesem Gebiet.

Stellen wir uns vor, Mutter Teresa würde heute noch leben – wie sehr würde sie uns zum Gebet um den Heiligen Geist, um einen „Geistesblitz“ in der Suche nach einem Medikament gegen das Coronavirus aufrufen.
Folgen wir ihrem Aufruf, den sie vor 35 Jahren angesichts von AIDS als erste in der Öffentlichkeit formuliert hat, heute im Kampf gegen die Corona-Pandemie!

Der Heilige Vater, Papst Franziskus, lädt uns zum Rosenkranzgebet im Mai ein: „Liebe Brüder und Schwestern, wenn wir gemeinsam mit dem Herzen Marias, unserer Mutter, das Antlitz Christi betrachten, wird uns dies immer tiefer als geistliche Familie vereinen und uns helfen, diese Prüfung zu überwinden.“, schreibt er in seinem Brief an alle Gläubigen im Monat Mai 2020. Folgen wir seinem Aufruf und bitten wir den Heiligen Geist in der Abgeschiedenheit, dass er uns im Glauben und im Vertrauen auf Gott stärkt, damit wir würdige Zeugen der Liebe sein werden, mit der Gott uns durch die Anwesenheit der Königin des Friedens beschenkt, wie uns die Gospa am 25. April 2020 in Medjugorje zusagt.

In dieser OASE bringen wir ein aktuelles Interview, das wir mit Erzbischof Henryk Hoser zur Situation in Medjugorje Ende April führen konnten.

Zur Betrachtung der Worte der Gospa lädt uns Dechant Stefan Reuffurth aus Wien ein. Er schildert darin auch die Bedeutung, die ein Rosenkranz aus Medjugorje für sein persönliches Leben gehabt hat.

Durch besondere Anstrengungen gelingt es der durch Medjugorje entstandenen Ernährungsinitiative Mary`s Meals derzeit, 1,2 Millionen Kinder, die infolge von Schulschließung hungern würden, zu Hause zu ernähren. Wir berichten davon in dieser OASE.

Einen gesegneten Monat Mai wünscht Ihnen

Christian Stelzer

Online Beiträge aus dieser Ausgabe

Botschaft der Königin des Friedens vom 25. April 2020

Liebe Kinder!

Möge diese Zeit euch eine Anregung zur persönlichen Bekehrung sein. Meine lieben Kinder, in Abgeschiedenheit bittet den Heiligen Geist, dass er euch im Glauben und im Vertrauen auf Gott stärkt, damit ihr würdige Zeugen der Liebe sein werdet, mit der Gott euch durch meine Anwesenheit beschenkt. Meine lieben Kinder, erlaubt den Versuchungen nicht, euer Herz zu verhärten und dass euer Gebet wie eine Wüste sei. Seid der Abglanz der Liebe Gottes und bezeugt den auferstandenen Jesus mit euren Leben. Ich bin mit euch und ich liebe euch alle mit meiner mütterlichen Liebe.

Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

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