Mariä Himmelfahrt | Predigt von Dr.Ignaz Hochholzer

Mariä Himmelfahrt

Predigt von Dr.Ignaz Hochholzer

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Heute feiern wir das Osterfest des Sommers, so heißt der Hohe Frauentag auch seit Alters her. Schon mit dem Konzil von Ephesus 431 zeichnet sich der heutige Festtag ab, der dann schon im 5.Jahrhundert von Cyril von Alexandrien am 15.August begangen wird.

Feiern wir zu Ostern mit Frühlingserwachen Auferstehung Christi, so feiern wir heute Heimkehr Mariens in den Himmel durch das Gnadengeschenk Jesu Christi wie es im Gebet vor der Wandlung (Präfation) heißt. Heute hat Maria die jungfräuliche Gottesmutter von Christus die Herrlichkeit erhalten, die uns allen verheissen ist.

Papst Pius XII. hat es feierlich am 1.November 1950 verkündet im Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Sie musste die Verwesung nicht schauen, sondern ist aufgefahren und hat in ihrem Sarg, wie die fromme Legende berichtet, Blumen hinterlassen. So hat die Kräutersegung am heutigen Festtag tiefe Bedeutung. Wir segnen Heilkräuter, die uns an Leib, Seele und Geist helfen und heilen sollen. Für die Gesundheit dürfen wir nicht nur Chemie und Technik einsetzen, sondern besonders auch Natur und alle möglichen Hilfsmittel, von denen wir wissen, sie nützen.

Für uns Christen ist freilich niemals der Einsatz von Gebet und Sakramenten zu unterlassen und schon gar nicht die rechte Lebensführung.

Von den drei Lesungen des Vorabends von Mariä Himmelfahrt, geht das besonders hervor!

In der Ersten Lesung hören wir von der Bundeslade, jenen prachtvollen Schrein mit den beiden Gesetzestafeln, von David nach Jerusalem gebracht und von Salomo im heiligsten Raum des Tempels als Symbol der Gegenwart Gottes bei seinem Volk aufgestellt, zur Mahnung, nach Wort und Willen Gottes zu leben. Nach Zerstörung des Tempels und Verlust der Bundeslade geht die Verehrung auf die Stadt Jerusalem über als Thron Gottes und Schemel seiner Füße.

Im Neuen Testament verkörpert dann Maria Israel und Zion. Sie ist als Mutter der Ort göttlicher Gegenwart. Sie hat Gottes Sohn empfangen vom Hl.Geist, geboren und zeitlebens begleitet, bis auch sie ihm folgen durfte in den Himmel.
Darum heißt es in der Zweiten Lesung: Tod, wo ist dein Sieg? Gott hat uns den Sieg geschenkt durch Jesus Christus. Wenn auch eine Mutter stets besonderen Vorzug hat, verweist Jesus dennoch darauf, dass es darauf ankommt, das Wort Gottes zu hören und zu befolgen. So ist auch uns zugesagt, was die Gottesmutter schon erleben darf, nämlich die ewige Herrlichkeit im Himmel.