Gedanken zur Botschaft vom 25.05.2019 – Dr. Angelo Carobene

Dr. Angelo Carobene
Gedanken zu Botschaft von 25.05.2019

Dr. Angelo Carobene

Christus, der gestorbene und auferstandene Herr, sitzend zur Rechten des Vaters, sendet uns zu Pfingsten die Gratisliebe des Heiligen Geistes, damit wir schon hier auf Erden am ewigen Leben teilhaben dürfen. Berührt durch Seine Mutter Maria, hat uns die Barmherzigkeit Gottes erreicht und wir haben eine Hoffnung empfangen, die stärker ist als Sünde und Tod. Durch die Vergebung der Sünden sind wir frei geworden von all dem, was uns der Würde der Kinder Gottes berauben könnte.

Liebe Kinder! Gott hat mir aus Seiner Barmherzigkeit erlaubt, bei euch zu sein, euch zu unterweisen und euch den Weg der Bekehrung zu führen.“

Nun gilt nur Eines: in der Freiheit der Kinder Gottes zu bleiben und zu wachsen. Die Mutter hat einen scharfen Blick und kennt welchen Hindernissen wir auf dem Weg des Glaubens an die Liebe Gottes begegnen können. Sie gibt uns die Kraft den Widerwärtigkeiten des Lebens mit Mut zu begegnen. Die erneuerte Einladung zur Umkehr dient nicht einfach dazu, uns mit der Sünde in uns und um uns zu befassen, sondern vor allem, um den Blick der Hoffnung so zu schärfen, dass wir Sieger über die unvermeidlichen Versuchungen werden und den Frieden im Herzen bewahren.

„Meine lieben Kinder, ihr seid alle aufgerufen, dass ihr von ganzem Herzen betet, dass der Heilsplan sich für euch und durch euch verwirklicht.“

Gott hat mit jedem von uns einen Plan des Heils, den Er zusammen mit uns verwirklichen möchte. Gott will, dass wir, bewusst seiner Liebe, Ihm mit unserer Liebe antworten. Das Bleiben in der Liebe Gottes verlangt von uns die Erkenntnis Seines Willens über uns. Bis unsere Mentalität nicht eine Veränderung erfährt, können wir uns nicht verändern. Wie hat Jesus gesprochen und gehandelt? Wenn wir seine Worte in unsere Herzen aufnehmen, dann verändert sich die Qualität unseres Wünschens, Denkens und Wollens und wir können den Plan des Heiles Gottes über uns besser erkennen und ins Leben umsetzen. Also: den heilbringenden Willen Gottes erkennen und danach handeln. Mit der Erkenntnis wird uns Gott die Kraft schenken, das Erkannte ins Leben umzusetzen. Das verlangt von uns zu urteilen und uns zu entscheiden. Im Gebet können wir eine Änderung unserer Gesinnung erfahren. Indem sich im Gebet unser Inneres verändert, lichtvoller, wahrhaftiger und freier wird, können wir uns für das Gute, das Wahre und das Schöne entscheiden, das Gott für uns vorbereitet hat.

„Meine lieben Kinder, seid euch bewusst, dass das Leben kurz ist und das ewige Leben, gemäß eurem Verdienst auf euch wartet.“

Wir wissen, dass unsere Freiheit begrenzt ist. Vieles haben wir uns vorgenommen, aber es ist beim Wunschdenken geblieben. Die alten Denkmuster haben uns wieder in Besitz genommen, und wir sind wieder in die gleichen Abhängigkeiten zurückgefallen. Wir wollten uns ändern, aber wir sind die Gleichen geblieben. Wenn heute die Mutter vom Verdienst spricht, ist es, weil die Mutter in uns eine gewisse Trägheit merkt, die uns blockiert. Sie möchte, dass wir innerlich aktiv werden und mit der Gnade Gottes mitwirken. Die Gnade Gottes kann unsere Schwachheit aufrunden und siehe da, das Unmögliche wird möglich! Gott will vor allem unsere Verfügbarkeit, dass wir nicht auf uns selbst fixiert bleiben, dass wir uns in seine Hände fallen lassen. Er will in uns vollenden, was wir nicht können. Jesus hat am Ölberg und am Kreuz seine Ohnmacht deutlich erfahren. Indem Er nicht seinen Willen, sondern den Willen des Vaters getan hat, hat der Vater Ihn über den Tod hinausgeführt: am dritten Tag ist Er auferstanden! Im richtigen Augenblick brauchen wir den Mut dem Bösen zu widersagen und das Gute und Wahre zu wählen. Das kann ein Opfer von uns verlangen, aber die Belohnung, die Gott uns schenkt ist groß: die Überwindung unserer dunklen Leidenschaften, die uns sonst gefangen gehalten hätten. In einem Psalm beten wir: «Mit meinen Gott überspringe ich Mauern»: die Mauer unserer falschen Denkmuster, von denen wir uns nicht mehr tyrannisieren lassen wollen.

„Deshalb betet, betet, damit ihr würdige Instrumente in Gottes Händen sein werdet.“

Der Realismus der Mutter ladet uns ein, dass wir uns nicht von falschen Erwartungen gefangen nehmen lassen. Gott will uns von den uns «lieb» gewonnenen Sünden befreien. Wenn wir in uns selbst einkehren, und dabei aufrichtig sind, können wir erkennen, welche die Bürden sind, die wir auf unserem Buckel tragen. Christus hat unsere Sünden auf sich genommen, um uns zu befreien. Er braucht von uns nur ein Zeichen: dass wir bereuen, dass wir immer wieder bitten, und nicht müde werden nach dem Wahren und Guten zu streben.

„Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Die Mutter begleitet uns: sie stützt und trägt unsere echten Anliegen vor Gott, der uns die Erfüllung Seines und nicht unseres Willens schenken will.



X