BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS an die Teilnehmer des Jugendfestivals

32. „Mladifest“
Botschaft des Heiligen Vaters

BOTSCHAFT DES HEILIGEN VATERS an die Teilnehmer des Jugendfestival.

Liebe Jugendliche!

Das Jugendfestival ist eine Woche des hingebungsvollen Gebets und der Begegnung mit Jesus Christus, insbesondere in seinem lebendigen Wort, in der Feier der Eucharistie, der eucharistischen Anbetung und im Sakrament der Versöhnung. Dieses Ereignis hat – nach der Erfahrung vieler – die Kraft, uns zum Herrn zu führen. Gerade dies ist der erste Schritt des „reichen jungen Mannes“ von dem die synoptischen Evangelien berichten (vgl. Mt 19, 16-22; Mk 10, 17-22; Lk 18, 18-23). Er machte sich auf den Weg, und je mehr er ging, umso mehr eilte er dem Herrn entgegen, voller Begeisterung und Sehnsucht, den Meister zu finden, um das ewige Leben, das heißt die wahre Freude, zu erben. Das diesjährige Motto des Festivals ist eigentlich die Frage, die dieser junge Mann Jesus stellte: „Was muss ich Gutes tun?“. Dies sind die Worte, die uns vor den Herrn bringen der seinen Blick auf uns richtet und uns liebevoll einlädt: „Komm und folge mir nach!“.

Das Evangelium erwähnt den Namen dieses jungen Mannes nicht, was darauf hindeutet, dass er jeden von uns repräsentieren kann. Er besitzt nicht nur viele Güter, sondern scheint auch gebildet, wohlerzogen und von einer gesunden Fürsorge motiviert zu sein, die ihn auf die Suche nach wahrem Glück, d.h. nach dem Leben in Fülle, führt. Aus diesem Grund begibt er sich auf die Reise, um dem Meister zu begegnen, der autoritativ, glaubwürdig und vertrauenswürdig ist. Er findet solche Autorität in der Person Jesu Christi und fragt ihn deshalb: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ (Mk 10, 17). Der junge Mann setzt also voraus, dass das Gute aus eigener Kraft gewonnen wird. Der Herr beantwortet diese Frage, indem er die Gegenfrage stellt: „Warum nennst du mich gut?“ Niemand ist gut außer Gott, dem Einen (Mk 10,18). Auf diese Weise lenkt Jesus ihn auf Gott, der das einzige und höchste Gut ist, von dem alles Gute zu uns kommt.

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