Bischof Vlado Kosic: Bei Medjugorje geduldig sein

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Bischof Vlado Kosic: Bei Medjugorje geduldig sein

Zu Geduld gegenüber den offiziellen Entscheidungen zu Medjugorje hat der Diözesanbischof von Sisak, Vlado Kosic, aufgerufen. Die Kirche setze langsam Dinge in Kraft und habe sich dafür bisher fast 40 Jahre lang Zeit gelassen, doch auch das Volk der Juden sei einst 40 Jahre durch die Wüste gegangen, ehe sie das Gelobte Land erreichten. So denke er auch über die Ereignisse in seiner „Heimat“, sagte der Bischof, der am Sonntagvormittag Hauptzelebrant der hl. Messe im Rahmen des Internationalen Jugendfestivals in Medjugorje war.
Der Bischof erinnerte an die Ereignisse des Jugoslawien-Krieges, aus Anlass des Jahrestages des kroatischen Sturms auf Knin, dessen Befreiung in seiner Heimat am Folgetag gefeiert werde. Dass er sich nun in Medjugorje zu Hause fühlen und hier furchtlos den Rosenkranz beten dürfe, sei für ihn besonders schön. „Ich sehe, dass die Menschen auf der Straße so tun, als wäre der ganze Ort eine Kirche“, bemerkte er. Diese Religionsfreiheit, mit der völlige Freiheit erst möglich sei, wünsche er ganz Kroatien sowie Bosnien-Herzegowina, sagte der Bischof.

Als wichtigen Unterschied zu anderen christlichen Jugendbegegnungen sah Kosic beim Treffen in Medjugorje die „stille und verborgene Anwesenheit der heiligen Jungfrau Maria“, auch wenn diese kaum erwähnt werde, weil alles auf Jesus, unseren Herrn, gerichtet sei. „Maria hat die Aufgabe, uns zu Jesus zu bringen. Sie geht dann gerne verloren und wird unsichtbar, weil es ihr Glück ist, dass wir Jesus gefunden haben“, so der Bischof. In seiner Diözese Sisak hatte er heuer zum ersten Mal selbst ein Mladifest nach dem Vorbild von Medjugorje veranstaltet; 300 Jugendliche mit sieben Priestern aus Sisak waren nun zum Mladifest gekommen.

Bild © medjugorje.hr



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