Betrachtung zur Botschaft vom 25. Oktober 2022 – Pfarrer Günter Maria Schweifer

Pfarrer Günter Maria Schweifer, Illmitz
Gedanken zu Botschaft von 25.10.2022
Seid Werkzeuge der Liebe

Liebe Kinder! Der Allerhöchste hat mir erlaubt, mit euch zu sein, und dass ich euch Freude sei und Weg in der Hoffnung, denn die Menschheit hat sich für den Tod entschieden.

Die Erscheinungen der Gottesmutter, wo immer sie stattfinden, sind ein Geschenk des allmächtigen Gottes an die Menschheit. In ihnen zeigt sich Maria als Mutter der Kirche und aller Menschen. Bei der Hochzeit in Kana bringen ihre Anwesenheit, ihr liebender Blick und ihre sorgende Fürsprache Rettung und Freude für die Hochzeitsgesellschaft, die keinen Wein mehr hat. Der Wein symbolisiert die Lebensfreude und das Leben. Durch den Glauben und die Fürsprache Mariens vollbringt Jesus sein erstes Wunder und gibt den Hochzeitsgästen Freude und Leben zurück. Der Blick in unsere Welt zeigt, dass es an Freude und Leben fehlt. Ungerechtigkeiten, Ausbeutung und Kriege sind der bittere Alltag in weiten Teilen dieser Welt. Die Menschheit hat sich für den Tod entschieden.

Deshalb sandte er mich, um euch zu lehren, dass ihr ohne Gott keine Zukunft habt.

Und Maria ist in der Hochzeitsgesellschaft. Sie ist mitten unter uns. Ihr starker Glaube, ihre unerschütterliche Hoffnung und ihre fürsprechende Liebe wollen uns dem Tod entreißen und uns das Leben bringen. Wie sie ganz in Gott verwurzelt gelebt hat, so sollen es auch wir tun. Den Gottvollen gehört die Zukunft.

Meine lieben Kinder, seid Werkzeuge der Liebe für all jene, die den Gott der Liebe nicht kennengelernt haben.

Wie Maria in Kana die Diener rief, um die Krüge mit Wasser zu füllen, damit Jesus sein Wandlungswunder vollbringen kann, ruft sie uns heute. Wir sollen unsere Herzen, Worte und Taten mit Liebe füllen, damit Jesus die nicht Geliebten, die Lieblosen und die Liebesunfähigen verwandeln kann mit dem zu Wein gewandelten Wasser unserer Nächstenliebe. Wahre Liebe kann die Herzen der Menschen verwandeln.

Bezeugt froh euren Glauben und verliert nicht die Hoffnung auf die Veränderung des menschlichen Herzens.

Der Speisemeister fragt: „Wie ist das geschehen? Wer hat den Wein gebracht?“ Wir fragen: „Wie können sich die Herzen der Menschen verändern? Wie kann diese gewaltbereite Welt gerettet werden?“ Für Gott ist nichts unmöglich. Vor allem, wenn die Diener genügend Wasser der Nächstenliebe bereitstellen. Jesus wird unsere unvollkommene Liebe vervollkommnen und das Wunder der Bekehrung der Herzen vollbringen.
Chiara Lubich, die Gründerin der Fokolarbewegung, nennt sechs Weisen, wie sich die christliche Nächstenliebe entfaltet:
Konkret Lieben kann sich darin zeigen, dass wir
alle lieben,
als erste lieben,
mit Taten lieben,
uns eins machen mit den anderen,
auch die Feinde lieben und
die verborgene Anwesenheit Gottes in jedem Menschen erkennen und wertschätzen.

Maria lädt uns ein, die Kunst der konkreten Liebe täglich zu praktizieren, auch wenn es schwerfällt. Das Wunder der Veränderung kann nur Jesus wirken, die Anstrengung der alltäglichen Liebe ist unser Beitrag.

Ich bin bei euch und segne euch mit meinem mütterlichen Segen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid

Und Maria ist in der Hochzeitsgesellschaft. Sie ist mitten unter uns. „Ich bin bei euch“, verspricht sie. Lernen wir so achtsam zu sein wie sie und leben wir die konkrete Liebe, wie sie Maria gelebt hat, indem wir:
alle lieben,
als erste lieben,
mit Taten lieben,
uns eins machen mit den anderen,
auch die Feinde lieben und
die verborgene Anwesenheit Gottes in jedem Menschen erkennen und wertschätzen.

-«Die Frucht der Stille ist das Gebet; die Frucht des Gebets ist der Glaube; die Frucht des Glaubens ist die Liebe; die Frucht der Liebe ist der Dienst; die Frucht des Dienstes ist der Friede.«