Betrachtung zur Botschaft vom 25.November 2022 – Dr.Ignaz Hochholzer

Dr. Ignaz Hochholzer
Gedanken zu Botschaft von 25.11.2022
Der Allerhöchste hat mich zu euch gesandt, um euch beten zu lehren.

Wie dramatisch die Lage ist, tut die Gottesmutter mit der Aussage kund, dass sie vom Allerhöchsten zu uns gesandt ist. Diese Dramatik zeigt tags zuvor, am 24.11.2022, schon Papst Franziskus in einem Brief an das Ukrainische Volk. Dabei erinnert der Heilige Vater an den Kriegsbeginn vor neun Monaten am 24.Februar 2022. Urplötzlich ist dieser Krieg ausgebrochen und über die Ukraine gekommen wie der Dieb in der Nacht. Schon ein Monat nach Kriegsausbruch hat der Papst mit allen Bischöfen die Ukraine und Russland der Gottesmutter geweiht. Das wiederholt der Hl. Vater jetzt nach neun Monaten unerbittlichen, schrecklichen Krieges und verweist auf den Völkermord des Holodomor vor neunzig Jahren, als in der Ukraine acht Millionen Menschen verhungerten – das würde bedeuten, dass ganz Österreich ist ausgelöscht wäre!

Wir machen uns keine Vorstellung, was Satan alles anstellt! Wir sind uns auch kaum bewusst, was zur Zeit in allernächster Nähe in der Ukraine vor sich geht. Es waltet der Tod. Der Golf- und Balkankrieg damals hat die Welt viel mehr aufgeweckt als jetzt der elende Krieg in der Ukraine. Der Allerhöchste ruft durch die Gottesmutter zum Gebet.

Das Gebet öffnet die Herzen und gibt Hoffnung, und der Glaube wird geboren und gestärkt.

In Österreich haben wir kürzlich Gedenkfeiern gehabt, wie das Gebet, im Besonderen das Rosenkranzgebet, nach dem Zweiten Weltkrieg Freiheit gebracht hat. Auch jetzt können wir aus dieser enormen Bedrohung errettet werden, wenn wir nur beten, und dazu will uns die Gottesmutter verhelfen.

Die Gottesmutter lehrt uns

Seit Jahrhunderten kommt die Gottesmutter, gesandt vom Allerhöchsten, weil wir vom Unglauben erfasst und ohne aufrichtig-anteilnehmender Liebe sind.
Wir können oft gar nicht mehr unterscheiden, was ist wirklich und was ist Spielfilm! Wir denken zu innerweltlich, zu ichbezogen – und erwachen erst, wenn uns etwas persönlich trifft.

Wie lehrt die Gottesmutter beten?

Vor allem hat sie immer selbst gebetet. Ihr Leben war Gebet. Darum hat sie in allem zum großen Ja gefunden, von der Verkündigung bis unter das Kreuz. Das Ja zum Willen Gottes ist der Urgrund des Gebetes. Und am größten erweist sich der Mensch, wenn er kniet und die Hände zum Gebet faltet. In dieser Botschaft erwähnt es die Gottesmutter nicht, aber zum Gebet gehört auch das Fasten. Nur so kommen wir zur rechten Disziplin und dass sich unser Herz öffnet, was die Gottesmutter sehr wohl erwähnt. Die Gottesmutter betet gemeinsam mit den Sehern. Sie betet immer auch mit uns. Da ist sie uns ganz nahe, ergänzt, was unserem Beten fehlt und bringt unseren Lobpreis, Dank, Bitten und Anliegen direkt vor den Herrn.

Gebet öffnet die Herzen

Wie sehr haben wir zu Beginn der Erscheinungen unsere Herzen geöffnet! Wir haben die Waffen gegen Goliat (Satan) ergriffen: Rosenkranz, Eucharistie, Bibel, Fasten und Beichte. Wir haben uns immer neu dem Herz Jesu geweiht, dem Unbefleckten Herzen Mariens, der Mutter der Güte, Liebe und Barmherzigkeit und sind dem Ruf Gottes gefolgt. Tun wir es auf´s Neue, es ist an der Zeit, allerhöchste Zeit, wie uns die Gottesmutter aufruft, jetzt zu Beginn des neuen Kirchenjahres, zu Beginn des Advents, damit eine neue Zeit anbricht, eine Zeit des Friedens, eine Zeit Gottes. So erfahren wir Hoffnung und der Glaube wird neu geboren und gestärkt.

Meine lieben Kinder, ich rufe euch mit Liebe auf, kehrt zu Gott zurück, denn Gott ist Liebe und eure Hoffnung.

Jetzt ist die Zeit, sich für Gott zu entscheiden. Dazu kommt die Gottesmutter so lang! Haben wir das noch immer nicht begriffen? Wir haben die Wahl zwischen Gott und Tod. Gott ist das Leben, das Leben in Fülle, die Freude, die Liebe. Gott ist unsere Weihnacht. Er will sich schenken, nur er selbst kann unsere Herzen füllen, beglücken und alle Welt retten. „Christus, der Retter ist da“, wird es bald wieder erklingen. Er kommt in die Krippe im Stall zu Bethlehem in finsterer Nacht. Da geht sein Licht auf, es wird hell wie der Tag, es erstrahlt die Herrlichkeit des Herrn und vom Engelchor erschallt: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erde den Menschen.

Beten wir in der Adventzeit besonders den Ruf zu Gott, den Jelena Vasilj am 22.6.1985 in Medjugorje vernommen hat:

 

Ruf zu Gott

O Gott, unser Herz ist in weiter Tiefe,
und doch ist es verbunden mit Deinem Herzen.
Unser Herz schwankt zwischen Dir und dem Satan.
Lass das nicht zu!
Und immer, wenn es geteilt ist
zwischen Gut und Böse,
soll uns Dein Licht überstrahlen,
damit unser Herz ein Ganzes wird.

Und lass nie zu, dass in uns
die Liebe geteilt ist,
der Glaube geteilt ist,
und dass Wahrheit und Lüge,
Liebe und Hass,
Ehrlichkeit und Unehrlichkeit,
Demut und Stolz
gleichzeitig in uns wohnen.

Hilf uns, dass sich unser Herz
wie ein Kind zu Dir erhebt,
dass unser Herz den Frieden in sich trägt,
nach dem es sich immer sehnt.

Dein heiliger Wille und Deine Liebe
sollen Wohnung in uns finden;
in uns, die wir wenigstens manchmal
wirklich Deine Kinder sein möchten.
Und immer dann, Herr,
wenn wir es nicht sein wollen,
erinnere Dich an unseren einstigen Wunsch,
damit wir Dich von Neuem annehmen können.

Wir öffnen Dir unsere Herzen:
Deine heilige Liebe soll in ihnen wohnen.
Wir öffnen Dir unsere Seelen:
Deine heilige Gnade soll sich ihrer erbarmen,
damit wir klar alle unsere Sünden erkennen
und auch, dass die Sünde das ist,
was uns beschmutzt.

O Gott, wir wollen Deine Kinder sein,
demütig und ergeben
und dadurch wahr und lieb;
Kinder, so wie sie der Vater haben möchte.

Hilf uns, Jesus, unser Bruder,
dass Dein Vater gut zu uns ist,
und dass wir zu Ihm gut sind.
Hilf uns, Jesus, dass wir das Gute annehmen,
das der Vater uns gibt.
Denn manchmal tun wir das Gute nicht,
weil wir meinen, es wäre schlecht.

Danach dreimal „Ehre sei dem Vater…“.