Betrachtung zur Botschaft vom 25. Mai 2017 – Diakon Mag. Zlatko Saravanja

Seid Zeugen des Friedens und der Liebe in dieser friedlosen Welt

Vom Kreuz herab hat uns Jesus seiner Mutter anvertraut, und sie schenkt uns ihr Herz. Wir sind geborgen in ihrem Herzen. Die Muttergottes kommt und ermutigt uns immer wieder, den Weg der Heiligkeit zu gehen.

„Seid Zeugen des Friedens und der Liebe in dieser friedlosen Welt“.

Die Gospa lädt uns ein, für ihren Sohn Jesus ein Zeugnis in dieser Welt abzulegen. Wir sind eingeladen, uns täglich zu bekehren und uns voll Jesus Christus zu öffnen durch Gebet, Fasten, Umkehr und Vergebung. Wir sollen Christus zu den Menschen tragen. Wir sollen Christi Geist, Christi Leben an und in uns tragen. Die Menschen sollen durch uns erfahren, dass Christus lebt. Wir sollen Zeugen seiner Auferstehung und seines neuen Lebens sein.

„Betet, dass ihr durch das Gebet nach dem Himmel und den himmlischen Dingen lechzt, und eure Herzen werden alles anders sehen“.

Die Gottesmutter wird nie müde, uns als ihre „lieben Kinder“ zum Gebet aufzurufen. Das Gebet ist immer eine besondere Gotteserfahrung, wenn es von Herzen kommt.

Das Gebet verändert in erster Linie denjenigen, der betet. Das Gebet wird jeden von uns verändern. Maria, die Mutter des Herrn, kommt uns immer zu Hilfe in unserer Not! Mit Maria kommt immer ihr Kind Jesus Christus! Das ist der Grund ihrer wirksamen Hilfe. Sie trägt den Schöpfer der Welt in sich. So ist sie jeder Not gewachsen. So ist ihr kein Dienst zu schwer. So kann sie immer helfen. Der heilige Pfarrer von Ars hat Maria die „Pförtnerin des Himmels“ genannt, weil er selbst immer wieder die Gnade und Kraft von Gott durch die Gottesmutter bekommen hat. Er sagte: „Das Herz der Mutter ist ganz Erbarmen; sie wünscht nichts sehnlicher, als uns glücklich zu sehen. Unsere himmlische Mutter ist so gut, dass sie uns immer liebevoll behandelt und niemals straft. Je tiefer wir im Sündenelend stecken, desto mehr Zärtlichkeit und Mitleid hat sie für uns. Unsere Gebete haben eine ganz andere Wirkung bei Gott, wenn sie durch Maria dargebracht werden. O wie leicht wirkt der sein Heil, der seine Zuflucht zu Maria nimmt“.

Wer kann die Güte, die Treue und Liebe Mariens, mit der sie uns ihrem Sohn zuführen will, in Worte fassen? Der heilige Bernhard ruft uns an: „Lasst uns also zu Maria fliehen, uns ihr zu Füßen werfen und sie um ihren Segen bitten“.

„Ihr seid nicht allein, ich bin bei euch und halte vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für euch“.

Dies sind die Worte der Gottesmutter aus der Monatsbotschaft vom 25. Mai 2017.

Es ist ermutigend und sehr erfreulich zu wissen, dass uns, „ihre Kinder“, die liebe Gospa nie allein lässt, sondern dass sie mit uns ist und immer Fürsprache für uns hält.

Diese Worte der Gottesmutter kommen mir vor wie ein wohltuender Sonnenstrahl, der sehr viel Hoffnung und Licht bringt. Diese Worte erwärmen und öffnen das Herz.

Die Gospa möchte uns alle immer wieder an der Hand nehmen. In allen unseren Problemen und Krisen verlässt uns die fürsorgliche und liebende Mutter nie. Sie war immer da und auch jetzt steht sie unter unserem Kreuz des Lebens, sie stärkt und ermutigt uns, weiter den Weg mit ihr zu Jesus Christus zu gehen. Die Gospa liebt jeden von uns mit einer unermesslichen Liebe.

Es gibt keinen Grund für uns, müde zu werden, die Botschaften der Gottesmutter zu leben. Wir dürfen uns von neuem immer wieder der Gottesmutter weihen, damit alles durch ihre mütterlichen Hände dem lieben Gott gehöre.

Ich möchte hier zwei Botschaften der Gottesmutter erwähnen, die besonders auch heute aktuell sind. Die Gospa sagte einmal in der Botschaft vom 25. Juli 1987: „Meine lieben Kinder, habt keine Angst, denn ich bin mit euch – auch dann, wenn ihr denkt, es gäbe keinen Ausweg und der Satan habe die Herrschaft an sich gerissen. Ich bringe euch den Frieden! Ich bin eure Mutter und die Königin des Friedens. Ich segne euch mit dem Segen der Freude, damit euch Gott alles im Leben sei“. Und dann die Botschaft der Gottesmutter vom 25. September 1996: „Liebe Kinder, ich bin eure Mutter und möchte euch helfen, indem ich euch die Gnade bei Gott erbitte. Meine lieben Kinder, bringt eure Leiden Gott dar, damit sie zu einer wunderschönen Blume der Freude werden. Daher, liebe Kinder, betet, damit ihr begreift, dass das Leiden zur Freude werden kann und das Kreuz zum Weg der Freude.“ Es ist der größte Trost zu hören, dass wir an der Hand der Gottesmutter sicher sind! Sie umarmt und beschützt jeden, der zu ihr kommt. Die Muttergottes enttäuscht niemanden.

Der hl. Alfons von Liguori sagt: „Maria ist unser Leben, weil sie uns die Beharrlichkeit im Guten erlangt.“ Der hl. Germanus nannte Maria den Atem der Christen. Denn „wie der Atem nicht allein das Zeichen, sondern auch die Ursache des Lebens ist, so ist der Name Mariens auf den Lippen der Diener Gottes nicht nur ein Beweis, dass sie für Gott leben, sondern er belebt sie, erhält ihnen das göttliche Leben und stärkt sie“. Wir wollen auch die Mahnung des heiligen Bernard von Clairvaux verwirklichen: „In Gefahren, in Ängsten, in Zweifel – denk an Maria, ruf zu Maria! Ihr Name weiche nicht aus deinem Munde, weiche nicht aus deinem Herzen!“ Sie ist immer da; mit ihr sind wir nie allein!

Medjugorje – Gold ist golden, weil es im Feuer geprüft wurde

Maria, die Mutter des Herrn Jesus Christus, ist im Auftrag Gottes hier bei uns und geleitet uns durch diese schwierige Zeit! Welche großen Gnaden hat die Gospa durch ihre Anwesenheit schon auf diese Welt gebracht! Die Königin des Friedens hat uns sehr viele Bekehrungen, Wunder und Zeichen allein in diesen fast 36 Jahren ihrer Erscheinungen in Medjugorje geschenkt! Eine unglaubliche Gnade!

Hans Urs von Balthasar, der Schweizer Theologe, der vom Heiligen Papst Johannes Paul II. noch kurz vor seinem Tod zum Kardinal ernannt wurde, hat einmal gesagt: „Es gibt nur eine Gefahr für Medjugorje: daran vorbeizugehen“.

Man kann ruhig sagen und es nicht oft genug betonen, dass die Erscheinungen der Gospa in Medjugorje seit der Menschwerdung des Sohnes Gottes wohl das größte Eingreifen des Himmels darstellen. Die Gospa hat immer wieder in ihren Botschaften betont: „Seid Zeugen meines Kommens, ich brauche euch“. Wir sollten uns nicht schämen, das Erfahrene in die Welt hinauszutragen und damit ein wahres Licht für unsere Mitmenschen zu werden.

Gerade jetzt sind wir Zeugen von vielen Prüfungen. Aber wir wissen auch, dass Gold deshalb golden ist, weil es im Feuer geprüft wurde.

Danke, liebe Muttergottes, für deine so liebevollen Botschaften! Hilf uns, sie zu leben und zu verwirklichen! Danke für 36 Jahre deiner Anwesenheit unter uns! In grenzenlosem Vertrauen öffnetest du dich dem Herrn. Bewahre uns vor Entmutigung. Rege uns vielmehr an, unsere Kraft in der göttlichen Stütze zu suchen. Du bist unsere Mutter, wir weihen uns dir, deinem Unbefleckten Herzen und legen unser ganzes Leben in deine Hände. Wir liefern uns dir ganz aus: Nimm uns an und präge uns nach Gottes heiligen Absichten. Forme uns durch deine Heiligkeit und bilde uns nach dem Ideal deines Sohnes. Nimm uns unter deinen Schutzmantel! Segne uns und bleibe immer bei uns, damit wir unter deiner Führung und an deiner mütterlichen Hand den Weg der Heiligkeit gehen können.



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