Botschaft, 25. Juli 2026

„Liebe Kinder! Während Finsternis und Unruhe in vielen Herzen herrschen, seid, meine lieben Kinder, ihr Gebet und meine ausgestreckten Hände der Liebe. Legt, meine lieben Kinder, die Heilige Schrift an einen sichtbaren Ort in eurer Familie und lest sie, damit sie euch ein Ansporn zur Umkehr und zu einem neuen Leben sei. Denn Satan ist stark und verführt die Herzen. Ich möchte eure Herzen durch mein mütterliches Herz dem Herzen meines Sohnes Jesus übergeben, damit er, der Auferstandene, in euch regiere und in euch und um euch herum Freude herrsche. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.

(Mit kirchlicher Genehmigung)

Seid ihr das Gebet für die Menschen, in deren Herzen Finsternis und Unruhe herrschen!

Betrachtung zur Botschaft der Königin des Friedens vom 25. Juli 2026 von Dr. Reinhard Pichler

„Finsternis und Unruhe herrschen in vielen Herzen“

Das erleben wir tagtäglich um uns herum, zuletzt auch durch die schockierenden Bilder von der Schändung von Marienstatuen und des Altars auf der Rückseite der Kirche von Medjugorje am 28.07.2026. Es tut so weh und macht traurig, dass es Menschen gibt, die vor solchen Handlungen nicht zurückschrecken.

Die Gospa lädt uns in ihrer Weisheit ein, stellvertretend für sie zu beten. So treten wir für sie und für die gefallene Menschheit ein, um zu sühnen und um Frieden und Ruhe für die Herzen dieser verwirrten, verirrten und verblendeten Menschen zu erbitten.

Mehr noch: Wir schenken unser Gebet stellvertretend allen Menschen auf der Erde, die nicht beten. Darum hat uns die Gottesmutter bereits in Fatima gebeten. Möge Gott, der Allmächtige und Barmherzige, seine Gnade über alle ausgießen. Nehmen wir uns die Gospa als Vorbild: Sie tritt immer stellvertretend für die ganze Menschheit ein. Sie sühnt für uns und bittet und fleht für uns vor Gottes Thron. Sie tritt für jeden ein, auch für diejenigen, die sie geschändet haben.

„Seid meine ausgestreckten Hände der Liebe“

Können wir von uns behaupten, dass wir die ausgestreckten Hände, quasi der verlängerte Arm der Gospa sind? Ja, das ist ihre Bitte an uns! Was heißt das konkret? So zu lieben wie die Mutter Gottes – eine große Aufgabe. Für alle da zu sein, die uns brauchen. Güte und Offenheit für die anderen auszustrahlen und ein offenes Ohr und Herz für diejenigen zu haben, die unsere Hilfe brauchen. So ist die Gospa für uns. Wir dürfen es ihr gleichtun; sie lädt uns dazu ein!

„Legt die Heilige Schrift an einen sichtbaren Ort in eurer Familie“

Wo liegt die Bibel bei uns zu Hause? In einer Gebetsecke? Auf dem Esstisch? Am Nachtkästchen? In der Handtasche, im Rucksack? Oder versteckt im Bücherregal? Haben wir eine stark gebrauchte „Arbeitsbibel“ und eine große, schöne „Festtagsbibel“ (vielleicht mit Bildern)?

Wichtig ist, dass wir das Wort Gottes vor uns haben und es leicht ergreifen können, um oft, ja mehrmals am Tag, darin zu lesen. Auch auf unserem Mobiltelefon sollte es auf der ersten Seite sein und uns oft daran erinnern, dass wir uns Bibelverse zusenden lassen können.

Es gibt so viele Möglichkeiten, die Heilige Schrift für mich selbst und für andere sichtbar zu machen. Das Wort Gottes möge in unserer Familie allgegenwärtig sein, also immer in Erinnerung und immer sichtbar und lesbar sein. Es ist unsere Nahrung, denn nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund (Dtn 8,3; Mt 4,4; Lk 4,4).

„Lest sie, damit sie euch Ansporn zur Umkehr und zu einem neuen Leben seid“

Leben wir schon das neue, geisterfüllte Leben aus dem Wort Gottes? Das Wort ist Geist und Leben (Joh 6,63), und das Wort Gottes ist lebendig und hat Kraft. Durch die ständige Beschäftigung mit der Bibel werden wir verwandelt, weil sie zu einem lebendigen Wort wird, das bewirkt, was es sagt, und tatsächlich die Kraft hat, uns von innen her zu wandeln und uns zu einer echten, tiefen und dauerhaften Umkehr zu führen.

Ja, die Heilige Schrift führt uns zu einem neuen Leben im Heiligen Geist. Dieses neue Leben bewirkt in uns eine starke Fruchtbarkeit, für Gott einzutreten und für sein Reich zu wirken, damit mehr Friede und Licht in diese dunkle, von Satan verführte Welt kommen. Je mehr wir im Licht sind, desto mehr muss die Finsternis Satans weichen. Wir sind Lichtträger, weil Gott durch sein Wort in und durch uns wirkt.

Wenn wir gehorsam sind, uns bekehren und die Umkehr dauerhaft leben, dann hat der Böse kaum mehr Macht über uns, und Gott kann durch uns wirken. Der Teufel will genau dies verhindern und hat viele Tricks, um die Pläne Gottes zu vereiteln. Die Gospa hilft uns, damit wir nicht auf sein Blendwerk hereinfallen.

„Denn Satan ist stark und verführt die Herzen“

In diesen Tagen ist er sehr stark, wie man auch anhand der Schändung der Gospa und der Brandlegung am Altar in Medjugorje gesehen hat. Er kann aber denjenigen, die aus dem Wort Gottes leben, sich bekehrt haben und sich unter den Schutz der Gospa stellen, nichts anhaben. Jedoch kann er verwirren und uns Angst einjagen (vgl. Röm 6,13).

Diejenigen, die sich noch nicht ganz fest unter dem Schutzmantel der Mutter Gottes bergen, versucht er mit allen Mitteln zu verführen und vom Weg des Glaubens abzubringen. Er ist der Wolf im Schafspelz, der scheinbare Lichtengel, der in die Finsternis zieht, der Verwirrer, der Besetzer und Blender, der Lügner und Zerstörer.

Wir können gar nicht genug auf der Hut vor ihm sein, ohne Angst zu haben, denn wir sind bereits erlöst und beschützt. Der Teufel ist wie ein Kettenhund, der durch die Erlösung Jesu ein für alle Mal am Fuß des Kreuzes durch eine nicht reißbare Kette angebunden ist. Aber er hat einen kleinen Radius, innerhalb dessen er uns versuchen und in seine Gewalt bringen kann. Daher hüten wir uns vor ihm, indem wir uns mit der Waffenrüstung Gottes bekleiden (Eph 6,11 ff.; 2 Kor 10,4; Offb 19,13).

„Ich möchte eure Herzen, durch mein mütterliches Herz, dem Herzen meines Sohnes Jesus übergeben“

Dieser Satz ist ein Triumph über den Feind Gottes und über alle Mächte der Finsternis: Die Gospa selbst, ihr unbeflecktes Herz, das triumphiert, vereinigt sich mit dem Herzen Jesu. Sie selbst birgt uns in ihrem Herzen und übergibt uns ganz persönlich und individuell dem Herzen Jesu.

Das ist die mystische Vermählung, die dritte Umkehr, die siebte Wohnung, von der die Hl. Teresa von Ávila spricht, damit der Auferstandene uns ganz umgestalten und durchdringen kann und wir in ihm sind (1 Kor 1,30; 4,15; 15,18.22; 16,24; Röm 15,17; Eph 3,21).

Er wird dann in uns regieren – in unseren Gedanken, Worten und Werken, in unserem ganzen Sein –, wenn wir diesen Herzenstausch an uns haben geschehen lassen: Er in uns und wir in ihm. Er ist dann alles in allem.

„Im Anschauen Deines Bildes, da werden wir verwandelt in Dein Bild“, wie es in einem Lied heißt.

Dann werden auch wir von übernatürlicher Freude durchdrungen sein, und Satan kann uns nichts mehr anhaben, weder innerlich noch äußerlich, weil wir ganz im Willen Gottes verankert sind. Dann sind wir bereit wie eine Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat (vgl. Jes 61,10).

„Denn der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; wer will, nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ (Offb 22,17)

So werden dann in uns und um uns Friede und Freude sein, weil Gott in unserer Mitte wohnt (vgl. Offb 21,3)

Danke, liebe Gospa, dass Du uns den Weg dorthin weist. Wir wollen dir von ganzem Herzen folgen!