„Liebe Kinder! In dieser Zeit der Gnade rufe ich euch erneut auf, euer Leben Gott darzubringen, damit er euch durch eure persönliche Umkehr zur Auferstehung führt. Meine lieben Kinder, Gott ist euch nahe und erhört eure Gebete, aber ihr seid schläfrig und deshalb hat er mich zu euch gesandt, um euch zu wecken und damit ihr in Heiligkeit strahlt wie eine Frühlingsblume.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“
(Mit kirchlicher Genehmigung)
„In dieser Zeit der Gnade rufe ich euch erneut auf, euer Leben Gott darzubringen, damit er euch, durch eure persönliche Umkehr zur Auferstehung führt.“
Wir mögen denken, dass die Zeit, in der wir leben, aufgrund von Kriegen, Konflikten und so vielen Herausforderungen alles andere als gnädig ist. Doch die Muttergottes sagt: „In dieser Zeit der Gnade.“
Kürzlich fragte mich eine Frau aus Brotnjo (der Gegend um Medjugorje): „Wie geht es Ihnen in Drinovci?“ (der Pfarrei, in der ich derzeit tätig bin). Ich antwortete: „Mir geht es gut, liebe Leute. Nur Medjugorje ist etwas weit weg.“ Sie sagte: „Medjugorje ist nicht weit von dir, sondern von uns!“
Die Muttergottes ist seit 45 Jahren bei uns, und so viele Gnaden bleiben in der Pfarrei Medjugorje und Umgebung unbemerkt! Warum? Die Zeit der Gnade ist nicht laut. Von außen betrachtet ist sie unscheinbar. Das Wunderbare verbirgt sich im Alltäglichen. Elisabeth erlebte einen Moment der Gnade, als Maria ihr erschien: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lukas 1,43) Wie schade, wenn so viele Gnaden, die uns der Herr durch die Muttergottes schenkt, an uns vorbeigehen!
Die Muttergottes sagt, dass Gott uns zur Auferstehung führen will. Der Grund für unsere Auferstehung: der geistliche Tod. Johannes lehrt uns, dass er existiert: „Wir wissen, dass wir vom Tod zum Leben gelangt sind, weil wir unsere Brüder lieben; wer nicht liebt, bleibt im Tod.“ (1. Johannes 3,14)
Warum habe ich keine Zeit zur Heiligen Messe zu gehen und zu beten? Weil ich geistlich gestorben bin – die Liebe ist gestorben. Wenn Liebe in meinem Herzen wäre, würde sie meine Beine bewegen. Warum kann ich jemanden, den ich nicht mag, nicht grüßen? Warum kann ich nicht vergeben? Weil ich geistlich gestorben bin – die Liebe ist gestorben. Wichtig ist auch Folgendes zu wissen: Wenn die Liebe schwächer wird oder stirbt, wird etwas anderes stärker: Negative Gedanken und Gefühle, Hass, Unversöhnlichkeit …
Fastenzeit und Karwoche – die Zeit von der Asche am Aschermittwoch bis zum Feuer in der Osternacht. In dieser Zeit soll in uns der Prozess von der Asche zum Feuer stattfinden – damit die Liebe erwacht und sich stärkt. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Gnade. Findet dieser Prozess in uns, in mir und in dir statt?
Wie führt uns Gott zur Auferstehung? Die Muttergottes lehrt uns: Durch meine persönliche Umkehr. Nicht wenn andere sich bekehren, sondern wenn ich mich selbst bekehre und mich verändere. Als der jüngere Sohn nach Hause zurückkehrte, empfing ihn der Vater und führte ihn zur Auferstehung: „… denn dieser, dein Bruder, war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wiedergefunden worden!“ (Lukas 15,32)
In unserem Leben findet keine Veränderung statt, weil wir immer mit dem Finger auf andere zeigen: Andere sind schuld! Und wir warten darauf, dass sich andere ändern. Doch es ist gut, sich zu fragen: Brauche ich vielleicht eine Umkehr? Selbst wenn andere im Unrecht sind, wenn sie sich nicht gut benehmen, ist es wichtig, sich zu fragen: Brauche ich vielleicht eine Umkehr? Warum? Erstens, weil ich andere nicht ändern kann, sondern nur mich selbst. Und zweitens, wenn sich mein Herz ändert, dann sieht alles anders aus, auch diese Menschen. Andere mögen schuldig sein, aber wenn sich mein Herz ändert, wenn die Liebe in mir stärker wird, wirkt sich das auf mich aus. Wie? Liebe verändert meine Perspektive, mein Denken und meine Entscheidungen. Dann findet die Liebe in mir einen Weg, auf das jeweilige Problem zu reagieren.
Warum bekehren wir uns nicht und warum gibt es keine Auferstehung in unserem Leben? Die Muttergottes gibt uns die Antwort: Weil wir unser Leben nicht Gott anvertrauen. Wir wissen nicht, wie wir uns Gott darbringen sollen, sondern behalten die Kontrolle über alles. Wir glauben, aber da ist ein „Aber“. Das verhindert die Bekehrung.
Lass dein Herz nun wiederholen: Jesus, ich vertraue dir mein Leben an. Oder: Jesus, ich vertraue auf dich.
„Meine lieben Kinder, Gott ist euch nahe und erhört eure Gebete, aber ihr seid schläfrig und deshalb hat er mich zu euch gesandt, um euch zu wecken und damit ihr in Heiligkeit strahlt wie eine Frühlingsblume.“
Die Muttergottes versichert uns, dass Gott uns nahe ist. „Gott ist uns näher, als wir uns selbst.“ (Hl. Augustinus) Warum spüren wir es nicht? Weil wir schlafen. Wenn wir schlafen, verlieren wir das Gefühl für Gottes Nähe.
Beten bedeutet, Gott nahe zu sein. Warum beten wir, und warum tun wir es immer wieder? Weil wir uns von Gott entfernen. Wenn die Liebe in uns erkaltet, verspüren wir nicht mehr das Bedürfnis, zur hl. Messe zu gehen oder zu beten. Wir werden kalt, gleichgültig und schlafen. Und genau dieser innere Zustand macht uns blind für Gottes Nähe.
Die Muttergottes versichert uns auch, dass Gott unsere Gebete erhört. Immer wenn wir denken, dass Gott unsere Gebete nicht erhört, ist es gut, an Paulus zu denken. Er bat Jesus dreimal, ihm den Stachel im Fleisch zu entfernen, aber Jesus hatte seine Bitte nicht erhört. Er erfüllte nicht Paulus’ Bitte, sondern gab ihm mehr. Als Paulus dies verstand und annahm, vollzog sich eine Wandlung in seinem Herzen, und alles veränderte sich. Tatsächlich blieb der Stachel in seinem Fleisch, aber Paulus sah es anders: „Darum will ich mich am liebsten meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi in mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheit, an Beschimpfungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Bedrängnissen um Christi willen.“ (2 Kor 12,9-10)
Die Muttergottes weckt uns, weil wir schlafen. Indem sie uns aus dem Schlaf erweckt, möchte sie, dass wir wie eine Blume in Heiligkeit erblühen und strahlen. Was bedeutet es, in Heiligkeit zu strahlen? Wie strahlt eine Blume?
Eine Blume „strahlt in Heiligkeit“ durch ihr Dasein. Ihr Dasein ist ein Abbild wahrer Liebe. Eine Blume macht keinen Unterschied zwischen Gut und Böse. Das ist wahre Liebe. Es gibt kein: „Ich erlaube den Guten, meine Schönheit zu sehen und mich zu riechen, und ich verbiete es den Bösen.“
Eine Blume blüht, aber es gibt keinen Grund dafür. „Eine Rose blüht, weil sie blüht; sie hat kein eigenes ‚Warum‘. Sie fragt nicht, ob jemand sie betrachtet, sie blickt nicht arrogant auf sich selbst.“ (Angelus Silesius) Das ist Liebe.
Während sie blüht und den Menschen ihre Schönheit und ihren Duft schenkt, verlangt die Blume nichts im Gegenzug. Es liegt in ihrer Natur, dies zu tun. Das ist bedingungslose Liebe.
Eine Blume ist frei und schenkt Freiheit. Sie blüht nicht, um gesehen zu werden, und zwingt niemanden, sie zu lieben. Sie gibt dem Menschen die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob er sie betrachtet, an ihr riecht oder sie pflückt. Und so ist auch die Liebe.
Das ist Heiligkeit – in Liebe und Freiheit zu erblühen und zu leuchten. Am besten gelingt es uns, wenn wir uns unseres Erblühens und Leuchtens nicht bewusst sind und nicht erwarten, dass andere uns dabei beobachten. Am besten gelingt es uns, wenn wir es tun, als wäre es das einzig Normale, als könnten wir nicht anders.
Der Frühling ist da. Blumen sind aus der Erde emporgestiegen („auferstanden“). Betrachte die Blume und meditiere über sie. Vielleicht hilft es auch dir, in Heiligkeit zu erblühen und zu leuchten wie eine kleine Frühlingsblume.

