Aufruf Ivan Dragičević 5.3 2026

Die Welt glaubt an die Macht der Waffen.
Der Himmel glaubt an die Macht eines Herzens, das kniet.

 

Angesichts der vielen Anfragen zum Iran-Krieg veröffentlichte Ivan Dragicevic am 5. März 2026 eine Stellungnahme, die wir hier wiedergeben.

In diesen Tagen rufen mich oft Menschen an und fragen, ob die Gospa etwas über den Krieg im Golf sagt.
Das ist meine Antwort:

Die Botschaft der Gospa über den Frieden im Kontext der heutigen Kriege

Liebe Brüder und Schwestern,

wir leben in einer Zeit, in der die Nachrichten fast täglich von Kriegen, Spaltungen und Unruhe berichten. Es werden Namen von Ländern, Bündnisse, Interessen, Mächtigen genannt…, doch hinter jeder Nachricht stehen Menschen – Familien, Kinder, Mütter, die weinen.

In ihren Botschaften spricht die Gospa nicht politisch. Sie analysiert keine Strategien und keine militärischen Pläne. Ihre Botschaft ist einfach, aber tief:

„Frieden, Frieden, Frieden – und nur Frieden.“

Das ist kein Slogan. Es ist der Ruf einer Mutter.

1. Der Krieg beginnt im Herzen

Die Gospa lehrt uns, dass der Krieg nicht an den Grenzen beginnt, sondern im menschlichen Herzen.
Er beginnt, wenn die Vergebung verschwindet.
Er beginnt, wenn Hochmut die Oberhand gewinnt.
Er beginnt, wenn der Mensch Gott vergisst.

Heute sehen wir Konflikte in der Welt – vom Nahen Osten bis nach Europa, von Spannungen zwischen Völkern bis zu Spaltungen innerhalb von Familien. Doch die Gospa führt uns zum Anfang zurück: Der Frieden beginnt in mir.

Wenn in mir kein Frieden ist, wie soll er dann in der Welt sein?

2. Gebet und Fasten – Waffen des Friedens

Mehrmals hat die Gospa gesagt, dass durch Gebet und Fasten sogar Kriege aufgehalten werden können.
Das ist eine geistliche Logik, die über die Politik hinausgeht.

Die Welt glaubt an die Macht der Waffen.
Der Himmel glaubt an die Macht eines Herzens, das kniet.

Wenn eine Familie gemeinsam betet, fallen dort Mauern.
Wenn ein Volk fastet und sich bekehrt, verändert sich das geistliche Klima.

Vielleicht können wir nicht zwischen Staaten verhandeln, aber wir können:
• den Rosenkranz für den Frieden beten
• für die Bekehrung der Welt fasten
• denen vergeben, die uns verletzt haben

Das ist unsere Verantwortung.

3. Frieden als persönliche Entscheidung

Die Gospa ruft uns nicht dazu auf, Beobachter zu sein. Sie ruft uns dazu auf, Träger des Friedens zu sein.

In einer Welt voller Lärm sucht sie die Stille.
In einer Welt voller Hass sucht sie die Liebe.
In einer Welt voller Angst sucht sie das Vertrauen auf Gott.

Die heutigen Kriege zeigen, wie schwach der Mensch ohne Gott ist.
Aber sie zeigen auch, wie sehr die Welt nach Zeugen des Friedens hungert.

4. Was bedeutet das heute für uns?

Das bedeutet:
• keinen Hass mit Worten zu verbreiten
• nicht vorschnell über Völker und Menschen zu urteilen
• für alle zu beten – auch für jene, die wir nicht verstehen
• in unserem eigenen Haus eine Kultur der Vergebung aufzubauen

Denn wenn in unseren Familien Frieden herrscht, wird die Welt anders.

Euer Ivan Dragičević