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OASE des Friedens

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18.30 Uhr hl. Messe,
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18.00 Uhr Rosenkranz und
Beichtgelegenheit, 18.30 Uhr hl. Messe, anschließend Gebet bis 21.00 Uhr


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Zeugnisse
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Die Gospa zeigt uns einen Weg aus der Rezession


 

Vor tausenden Menschen hielt der Seher Ivan Dragicevic

aus Medjugorje am 17. November 2011 im Wiener Stephansdom

einen beeindruckenden Vortrag, in dem er über den Weg

der Gottesmutter sprach, durch den sie uns aus der geistlichen

Rezession führen will.

Wir geben den Vortrag von Ivan hier wieder.

 

 

Liebe Freunde in Christus! Am Beginn dieser Begegnung möchte ich euch alle herzlich begrüßen. Ich bin froh, dass ich heute Abend mit euch die gute Nachricht, die uns die Muttergottes durch diese Jahre bringt, teilen  kann, damit wir sie mit unserem Herzen aufnehmen und das zu leben beginnen, wozu uns die Mutter ruft. Die Gottesmutter kommt zu uns wie eine Lehrerin. Heute Abend sind wir alle in ihre Schule gekommen und möchten von ihr lernen, auf sie hören und besser werden.

 

Die Muttergottes spricht durch diese 30 Jahre einfach zu uns, damit wir so gut wie möglich verstehen und gut leben können. Am Anfang der Erscheinungen sagte die Gospa (Gottesmutter, Anm. d. Red.): „Ich bin gekommen, um euch zu sagen, liebe Kinder, dass es Gott gibt. Deshalb entscheidet euch für ihn. Stellt Gott in eurem Leben, in eurer Familie an den ersten Platz. In ihm werdet ihr Frieden, Sicherheit und Schutz finden.“
Im Evangelium sagt uns Jesus: „Kommt alle zu mir, die ihr müde und belastet seid. Ich werde euch Ruhe und Kraft geben.“

Wir sind heute Abend zu Jesus gekommen, um in ihm Frieden zu finden. Wir sind zur heiligen Messe als dem Zentrum unseres Lebens gekommen.

30 Jahre sind bereits vergangen - 30 Jahre der Gnade. Vor 30 Jahren hat die Gospa an die Tür meines Herzens geklopft. Sie hat mich auserwählt, dass ich ihr Instrument sein darf, ein Instrument in ihren und in Gottes Händen. Für mich und mein Leben, für meine Familie ist das eine große Freude, aber auch eine große Verantwortung. Ich weiß, dass Gott mir viel gegeben hat, aber ich weiß, dass er auch viel von mir verlangt. Ich bin mir dieser Verantwortung bewusst und versuche darin jeden Tag zu leben. Ich bin kein Heiliger, aber ich versuche besser zu werden. Das ist mein Wunsch, der tief in meinem Herzen liegt. Ich wurde nicht über Nacht bekehrt, weil ich die Gospa sehe, sondern meine Umkehr ist ein Prozess, ein Weg durch mein Leben hindurch. Und dafür muss ich mich entscheiden, darin muss ich ausharren. Jeden Tag muss ich mich gegen die Sünde und das Böse entscheiden und den Frieden in mir wachsen lassen, mich dem Heiligen Geist öffnen, für die Gnade offen sein, Christus in seinen Worten annehmen und in meinem Leben leben, und so in der Heiligkeit wachsen.

Durch diese 30 Jahre hindurch stellt sich mir konstant die Frage: „Mutter, warum gerade ich? Gab es denn niemand Besseren als mich? Werde ich fähig sein, all das, was du mir sagst, so zu verwirklichen, wie du das möchtest?“ Es gibt keinen Tag, an dem sich nicht diese Frage stellt. Einmal war ich allein mit der Gospa. Und ich fragte sie: „Mutter, warum hast du gerade mich ausgewählt?“ Sie gab mir zur Antwort: „Mein liebes Kind, du musst wissen, ich wähle nicht immer die Besten aus.“

Danach habe ich nie wieder diese Frage gestellt.

Vor 30 Jahren hat mich die Gospa in ihre Schule genommen, die Schule des Friedens, der Liebe, des Gebets. Ich möchte ein guter Schüler sein und meine Hausaufgaben, die ich von der Gospa erhalte, so gut als möglich erfüllen.

Wenn die Gospa mich nicht erwählt hätte, wäre ich heute Abend nicht hier und hätte wahrscheinlich viel mehr private Zeit. Aber wir müssen den Plänen Gottes gegenüber offen sein und beten, dass wir sie erkennen und annehmen können. Glaubt mir, es ist nicht einfach, jeden Tag mit der Gospa zu sein, mit ihr zu sprechen, mit ihr jeden Tag im Licht des Paradieses zu sein und dann jeden Tag in die Welt zurückzukehren. Wenn ihr die Gospa auch nur eine Sekunde sehen würdet - ich bin mir nicht sicher, ob euer Leben in der Welt dann noch für euch interessant wäre. So groß ist die Liebe der Mutter, ihre Schönheit!

 

Was sind die wichtigsten Dinge, zu denen uns die Gospa in den 30 Jahren ruft?

Ihr wisst, dass uns die Gospa viele Botschaften gegeben hat. Ich möchte die wichtigsten hervorheben, durch die uns die Gottesmutter führt: Friede, Umkehr, Rückkehr zu Gott, mit dem Herzen beten, Fasten und Buße, fester Glaube, Liebe, Vergebung, Eucharistie, Beichte, und die Botschaft der Hoffnung. Durch diese Botschaften führt uns die Gospa.

Am Anfang der Erscheinungen stellte sich die Gospa als Königin des Friedens vor. Und ihre ersten Worte waren: „Liebe Kinder! Ich komme, denn mein Sohn sendet mich, euch zu helfen. Friede, Friede, nur Friede! Möge der Friede sein! Möge der Friede in der Welt herrschen! Liebe Kinder, der Friede soll zwischen Gott und den Menschen und unter den Menschen herrschen.“

Das waren ihre ersten Worte. Durch sie sehen wir, was der größte Wunsch der Gospa ist: Es ist der Friede! Wer kann das besser wissen als die Mutter. Seht, wie wichtig der Friede für uns in dieser müden Welt ist, in unseren Familien, für unsere Jugendlichen, für unsere Kirche! Die Muttergottes kommt zu uns als Mutter der Kirche, sie möchte uns stärken und uns sagen: „Liebe Kinder! Wenn ihr stark seid, dann wird die Kirche stark sein. Wenn ihr schwach seid, wird auch die Kirche schwach sein. Ihr seid meine lebendige Kirche! Ihr seid die Lunge meiner Kirche.“ Die Gottesmutter kommt zu uns, weil sie uns helfen will, weil sie uns aufheben möchte. Sie will uns ermutigen, trösten und unsere Tränen trocknen und uns auf dem Weg der Hoffnung führen. Denn unsere Welt ist ohne Hoffnung geblieben, weil wir Gott verlassen haben und andere Dinge vor ihn gestellt haben. Die Gottesmutter bringt uns die göttliche Medizin, die unsere Krankheiten heilt. Sie möchte unsere Wunden verbinden mit so viel Liebe, Zärtlichkeit und mütterlicher Zuwendung. Sie möchte uns zu ihrem Sohn führen. Nur er ist unser wahrhaftiger Friede.

In einer Botschaft sagt die Gospa: „Liebe Kinder, heute wie nie zuvor habt ihr Menschen eine Zukunft ohne Gott geschaffen.“ Die Krise ist das Zeichen unserer Zeit: Die größte Krise ist die Krise des Glaubens an Gott. Wir haben uns von Gott entfernt und wollen allein in die Zukunft hinein wandern. Aber die Gospa ruft: Nur mit Gott! Geht mit ihm in die Zukunft. Die Gospa sagt, die Welt kann den Frieden nicht geben. Wir werden schnell enttäuscht. Friede liegt nur in Gott. Deswegen entscheiden wir uns für ihn!

Die Gospa kommt zu uns und sagt: „Liebe Kinder, das Gebet hat in euren Familien aufgehört.“ Die Eltern beten nicht mehr mit den Kindern. In den Familien gibt es keine Zeit mehr miteinander und keine Liebe füreinander. So viele Familien sind müde und zerstört. Aber die Gospa ruft uns: „Liebe Kinder, das Gebet soll in eure Familien zurückkehren. Betet in euren Familien! Stellt Gott an den ersten Platz!  Nur mit der Rückkehr des Gebetes in eure Familien können wir erwarten, dass die Welt besser wird und die Familien und die Gesellschaft gesunden. So wird es mehr Liebe und Frieden geben.“

Deshalb ruft uns die Gottesmutter so oft zum Gebet auf. Sie kommt zu uns, weil sie uns aus der Finsternis und all dem Dunklen herausführen will auf den Weg des Lichtes und der Hoffnung. Sie sagt: „Wenn es den Frieden im Herzen des Menschen nicht gibt, kann auch kein Friede in der Welt sein. Deswegen rufe ich euch auf, liebe Kinder, sprecht nicht vom Frieden, sondern beginnt den Frieden zu leben. Sprecht nicht über das Gebet, sondern beginnt das Gebet zu leben.

Liebe Kinder, nur mit der Rückkehr des Gebets können eure Familien geistlich gesunden.“

Die heutige Welt braucht diese geistliche Heilung. Die Gospa kommt, um uns zu helfen. In der Zeit, in der wir leben, begegnen wir oft dem Wort „Rezession“. Wir sprechen von der wirtschaftlichen Rezession. Die heutige Welt ist aber auch in einer geistlichen Rezession. Die Gospa will uns einen neuen Weg aus der Rezession zeigen. Sie will die Menschen aus der Sünde herausführen, weil sie um unser Heil besorgt ist. Und deshalb sagt sie: „Liebe Kinder, ich bin mit euch. Ich komme, um euch zu helfen, damit der Friede kommen kann. Aber, liebe Kinder, ich brauche euch, ich kann nur mit euch den Frieden schaffen. Deshalb, liebe Kinder, entscheidet euch für das Gute und kämpft gegen das Böse.“

Die Gospa spricht einfach. So oft wiederholt sie alles.

In diesen 30 Jahren sehe ich jeden Tag die Gospa. Sie wird nicht müde uns zu rufen und uns alles immer wieder neu zu sagen. Ihr Mütter, die ihr heute Abend hier seid, wie oft habt ihr euren Kindern gesagt, dass sie gut sein sollen, dass sie lernen und ihre Aufgaben machen sollen? Tausende Male habt ihr das euren Kindern wiederholt, und ich hoffe, dass ihr noch nicht müde davon geworden seid. Oder gibt es eine Mutter hier, die behaupten kann, dass sie ihrem Kind nur einmal etwas sagen musste, weil ihr Kind gleich alles befolgt hat? Diese Mutter gibt es nicht. Denn jede Mutter muss wiederholen, damit es das Kind nicht vergisst. So macht es auch die Gospa mit uns in diesen 30 Jahren: Sie wiederholt es uns, damit wir es nicht vergessen. Sie ist nicht gekommen, um uns zu verängstigen und zu bestrafen, oder uns vom Ende der Welt oder dem zweiten Kommen Jesu zu erzählen. Sie sagt uns: „Liebe Kinder, Jesus schenkt sich euch jeden Tag. Kommt zur  heiligen Messe. Möge die hl. Messe im Zentrum eures Lebens sein.“

 

Als wir am Beginn der Erscheinungen einmal alle sechs Seher zusammen knieten, sagte uns die Gospa: „Ihr Kinder, wenn ihr euch entscheiden müsstet, morgen mir zu begegnen oder zur heiligen Messe zu gehen, dann geht zur heiligen Messe, in der sich euch Jesus schenkt.“ Deshalb ruft uns die Gospa auf, dass die heilige Messe das Zentrum unseres Lebens wird. Sie lädt uns zur monatlichen heiligen Beichte ein, dass wir vor dem Kreuz knien und das Allerheiligste anbeten. Die Priester sollen in ihren Pfarren zur Eucharistischen Anbetung einladen. Die Gospa ruft uns zum Rosenkranzgebet und zum Lesen der Bibel in unseren Familien auf. Dadurch wird Jesus in unseren Herzen geboren. Sie sagt, dass die Heilige Schrift an einem sichtbaren Ort in unserer Familie sei. Möge das die geistliche Nahrung auf unserem Lebensweg sein. Die Gospa ruft uns auch zum Fasten und zur Buße auf, besonders am Mittwoch und Freitag.

 

In einer Botschaft sagt die Gospa: „Liebe Kinder, wenn ihr wüsstet, wie sehr ich euch liebe, würdet ihr vor Freude weinen.“ So groß ist die Liebe der Mutter! Nach der Begegnung mit der Gospa ist es mir unmöglich, mit eigenen Worten zu sagen, wie sehr sie uns liebt. Sie wendet sich uns allen zu, allen ihren Kindern. Ihre Botschaften beginnt sie mit „Liebe Kinder!“,  weil sie uns alle liebt, und weil wir alle wichtig sind für sie. Und sie bedankt sich bei uns mit den Worten: „Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“

 

Durch Medjugorje habe ich das Gebet entdeckt

Pfarrer MMag. Erich Neidhart

Die wichtigste und schönste Erfahrung meines Lebens war, dass ich durch die Erscheinungen der Mutter Gottes in Medjugorje mit 18 Jahren das Gebet entdeckt habe. Die Freude, die ich im Gebet erfahren habe, hat mein ganzes Leben neu gemacht. Und mit dem regelmäßigen Beten kam dann eine zweite Erfahrung: „Du bist gemeint. So sollst mein Jünger und mein Zeuge sein. Du sollst mein Priester sein.“

Es ist schön für mich, Priester zu sein.Als Priester kann ich jeden Tag leben, wozu der Herr mich eingeladen hat. Bis zur Weihe hatte ich auch Zweifel, ob der Ruf Gottes wirklich mir gilt. Die Entscheidung zur Ehelosigkeit ist mir beim Eintritt ins Priesterseminar nicht leicht gefallen, aber sie war ganz klar für mich im Ruf enthalten, Priester zu werden. Dass Priestersein und Verheiratetsein sich ausschließen, ist für mich mehr als eine kirchliche Regelung. Jetzt bin ich sieben Jahre Priester und lerne langsam, was für wunderbare Dinge der Herr durch mich tun will.

Der Herr hat mich als Priester zur Ehelosigkeit berufen, Ihn darf ich als meine große Liebe suchen und Seine Liebe und Erlösung zu den Menschen bringen.

Für das Priesterjahr möchte ich besonders die Jugendlichen erinnern, was die Mutter Gottes in Medjugorje der Jugendgebetsgruppe gesagt hat: die Hälfte des Gebetes soll man für die Bischöfe und Priester beten.

Der Pfarrer von Ars, der uns Priestern als Vorbild in diesem Jahr gezeigt wird, spricht über die Sinnhaftigkeit und Schönheit des Priesterseins: „Wenn es nicht das Sakrament der Priesterweihe gäbe, hätten wir Gott, unseren Herrn, nicht bei uns. Wer tat ihn dort in diesen Tabernakel? Es war der Priester. Wer hat euere Seele ins Leben eingeführt? Der Priester. Wer gibt ihr Nahrung, damit sie Kraft für ihre Pilgerschaft hat? Der Priester. Wer wird sie vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, in dem er sie zum letzten Male im Blute Christi reinigt? Der Priester, immer der Priester. Ihr könnt euch an keine einzige

wahre Hilfe Gottes erinnern, ohne dabei dem Bild des Priesters zu begegnen.“

Jeder Jugendliche fragt nach dem Sinn seines Lebens. Ich kann mir für mein

Leben nichts Sinnvolleres und Schöneres vorstellen als Priester zu sein.


 

 

 


Seit einem Aufenthalt in Medjugorje bin ich nicht mehr derselbe Mensch

Alexis Wiehe wurde Ende Juni 2004  zum Priester geweiht und wirkt heute in der Diözese Toulon. Die Erfahrung in Medjugorje hatte auf sein Leben und seine Berufung einen entscheidenden Einfluss. Von seinem Bischof erhielt er die Erlaubnis, grundlegende Erfahrungen, die er in Medjugorje selbst erlebt hat, in seine pastorale Tätigkeit einfließen zu lassen.

Das folgende Gespräch mit Alexis Wiehe führte Lidija Paris, Pfarre Medjugorje.

Können Sie uns sagen, welchen Einfluss Medjugorje auf Ihr Leben und auf Ihre Berufung hat?

Ich wurde als Franzose auf der Insel Mauritius geboren. Mit 19 Jahren ging ich zum Studium nach Paris. Zuvor war ich ab meinem 16. Lebensjahr in der Schule und im Dienste der Mutter Teresa an den Kleinen und Armen, und das hat meinen Glauben geformt. Zuvor hatte ich keine enge Beziehung zur Kirche. Ich verstand die Kirche nicht und ich liebte sie auch nicht sonderlich. Zu bestimmten Zeiten besuchte ich die hl. Messe, ich ging auch manchmal zur Beichte, aber nie mit ganzem Herzen. Ich hatte auch kein wirkliches Verständnis für die Sakramente. Als ich nach Frankreich kam, war ich plötzlich mit dem modernen Dschungel einer großen Metropole konfrontiert, wie eben Paris. Das war eine Zeit der Verlockungen und des Suchens... Nach zwei Jahren Aufenthalt in Paris befand ich mich in tiefer Hoffnungslosigkeit, so dass ich sogar an Selbstmord dachte. Von solchen Gedanken wurde ich sehr erschüttert und ich begriff, dass ich jetzt reagieren und Paris verlassen musste, weil ich in großer Gefahr steckte. Auf Grund meiner Schulung zum Sozialarbeiter wollte ich in Verbindung mit einer humanitären Organisation in ein anderes Land gehen. Ich überlegte ernsthaft, nach Südamerika oder nach Indien zu gehen. Ein Freund jedoch war gerade aus Medjugorje gekommen und hat mir von seinen Erfahrungen berichtet. Das weckte mein Interesse und als ich begriff, dass man dort auch humanitäre Arbeiten verrichten kann, war es mir, als ob jemand in Medjugorje auf mich wartete. Ich war damals 26 Jahre alt, das war 1996. Diese Perspektive begann in mir eine fast unglaubliche Hoffnung zu wecken. Danach verbrachte ich vier Monate in Medjugorje. Ich nahm die Botschaften der Gottesmutter mit großer Freude an und bemühte mich, sie zu verwirklichen. Nach diesem Aufenthalt in Medjugorje war ich, dank der Schule Mariens, nicht mehr derselbe Mensch. Ich fühlte den inneren Ruf, alles der Gottesmutter hinzugeben und dann vollkommen bereit zu werden und auf alles zu warten, was sie von mir will. Ich ging von Medjugorje weg und war von unglaublicher Hoffnung erfüllt mit allem, was mein Leben und meine Berufung zur Kirche betrifft. Ich danke Maria, dass mir das Geheimnis „Kirche“ offenbar wurde und ich den tiefen Wunsch fühlte, der Kirche zu dienen. Zu jener Zeit schien für mich das Priestertum eine zu hohe Aufgabe in Bezug auf meine Jugend und auf meine Unvollkommenheit und ich fühlte mich dessen nicht würdig... Und dennoch hatte ich die Gnade, an meine Berufung durch Gott zu glauben...

Sind Sie dann ins Priesterseminar gegangen?

Zunächst bin ich in die Gemeinschaft der Seligpreisungen eingetreten, denn dort habe ich Brüder und Schwestern gefunden, die die Botschaften lebten. In anderen kirchlichen Gemeinschaften bin ich auf eine Art Unglauben gestoßen, was die Glaubwürdigkeit der Geschehnisse in Medjugorje betrifft. 1998 trat ich ins Priesterseminar ein. Während der ersten zwei Jahre hatte ich Gelegenheit, Pilgergruppen nach Medjugorje zu begleiten. Die Berufung zum Priester war für mich eindeutig, aber nicht auch die Berufung zu einem Leben im Orden. So viel war mir klar, dass ich ein Priester in der Schule Mariens sein muss, in der Schule von Grignon von Monfort, einem Priester der Evangelisation. Ich kehrte nach Mauritius zurück, aber ich fand keine Unterstützung. Nach einem halben Jahr begriff ich, dass ich meine Heimat verlassen musste. Das war für mich eine totale Ungewissheit, denn ich wusste nicht, an wen ich mich wenden soll. Ich kehrte vom Glauben getragen nach Frankreich zurück und wendete mich an Msgr. Dominique Rey, den Bischof von Toulon, der erst vor einem halben Jahr zum Bischof ernannt worden war.

Kannte Ihr Bischof Medjugorje?

Er kannte einige Gebetsgruppen, die mit Medjugorje Kontakt hatten. Als Priester war er in Medjugorje gewesen. Er wusste, dass Medjugorje auf meinem Weg eine wichtige Rolle spielte, und er war mir immer wohlwollend gesinnt. Ein Jahr später hat er mich in meinem Vorhaben unterstützt, eine Gruppe von Jugendlichen nach Medjugorje zu begleiten. Dieser Standpunkt des Bischofs war für mich eine Quelle unglaublicher Freude: Ich hatte den Eindruck, dass ich meine ursprüngliche Berufung wieder gefunden hatte. Ich kehrte aus Medjugorje zurück und war der festen Überzeugung, dass Organisationen von Pilgerfahrten weiterhin notwendig sind. Der Bischof gab mir „grünes Licht.“ Im Laufe jenes Jahres begleitete ich drei Pilgergruppen, welche große Früchte trugen. Danach wurde ich zum Diakon geweiht. In dieser Zeit, es war im Jahr 2003, hörte mein Bischof harte Kritik über Medjugorje. Daraufhin fuhr ich mit einem Mitseminaristen nach Medjugorje, um mit zuständigen Menschen an Ort und Stelle zu sprechen und so zu erfahren, woher diese Kritik kommt. Danach fragte ich meinen Bischof, was ich tun solle. Er erklärte mir, dass es nicht genügend Gründe gäbe, Medjugorje abzulehnen, und deshalb verbot er mir nicht, weiterhin nach Medjugorje zu fahren. Im Gegenteil, er sagte zu mir: „Zeige mir Früchte von Medjugorje!“ Das war ein anderes Wort meines Bischofs, das in mir Hoffnung weckte. Ich werde die Früchte in meiner Diözese aufzeigen: Bekehrungen, Berufungen, Einheit usw.

Genügt eine Pilgerfahrt nach Medjugorje, dass diese Früchte von Dauer sind?

Das erhebt die Frage, wie weit die Pilger nach der Pilgerfahrt betreut werden: Dies wäre notwendig, damit die empfangenen Gnaden zum Wohl der Gemeinde wachsen, innerhalb der Kirche, im Dienste der Kirche, in Gebetsgruppen, bei Jugendlichen usw. Das hatte ich immer schon im Sinn. Als ich mit anderen Seminaristen nach London fuhr, begegnete ich Robert Toone, der 1990 zusammen mit Pater Slavko das erste Jugendtreffen in Medjugorje veranstaltete, das inzwischen zum „Jugendfestival“ heranreifte. In England verbreitete sich das unter dem Namen „Youth 2000“ (Jugend 2000). Das ist eine direkte Frucht aus Medjugorje, die heute vollkommen in den Ortskirchen integriert ist. Ich denke, man sollte den Mut haben, so etwas auch in Frankreich einzuführen. Bisher gibt es in Paris einige Gebetsgruppen, die von Medjugorje inspiriert wurden, wie z.B. "Abba", "Pilger der Hoffnung".

Konnten Sie auch nach Ihrer Weihe weiterhin nach Medjugorje kommen?

Nach meiner Weihe kam die Zeit, in der ich die Wirklichkeit der Ortskirche kennenlernen sollte, das Leben der Pfarre, der pastoralen Arbeit mit der Jugend und mit den Studenten, in die ich rasch integriert war. Ich bin Kaplan in einer Pfarre und Religionslehrer an einer Fakultät. Ich bin auch zuständig für Berufungen und das alles ist viel für einen jungen Priester. Ein junger Priester sollte verschmelzen mit der Realität seines Wirkungsbereiches, in den er gestellt wurde: Er sollte im Dienste der Menschen stehen und sich nicht für gewisse Projekte verausgaben. Er sollte den Menschen so verstehen, wie er ist, um besser evangelisieren zu können, um ihn besser zu begleiten. Das ist manchmal sehr schwer, denn in manchen Pfarren sind nicht alle auf dieselbe Weise offen für das, was man ihnen bietet. Priorität in meiner pastoralen Tätigkeit mit den Studenten hat das Ziel, sie zu Maria zu führen, dass sie in ihrer Schule Jesus nachfolgen lernen. Im vergangenen Jahr kam ich das erste Mal als Priester ohne ein bestimmtes pastorales Projekt nach Medjugorje. In diesem Jahr ist es schon viel klarer: Ich hatte Gelegenheit, Menschen zu begleiten, die im Zentrum der pastoralen Arbeit bei den Studenten wirken.

Welche konkreten Früchte entdecken Sie bei den Jugendlichen?

Die Jugendlichen erfahren hier die Liebe Gottes, sie erfahren Jesus, der auch heute lebt, sie erfahren persönliche Befreiung. Einige hatten tiefe Wunden, die aussichtslose Situationen verursachten. Die Gnade, die man hier durch die Anwesenheit Marias, die ja selbst voll der Gnade ist, erfährt, und die Erfahrung des Gebetes bewirken, dass Mauern einstürzen. Diese Menschen „kapitulieren“ vor sich selbst, sie begreifen, dass sie von Gott geführt werden, sie begreifen die Nachfolge Christi. Hier in Medjugorje erfahren sie die lebendige Kirche. Und das ist etwas, was auf uns Priester einen tiefen Eindruck macht. Hier entdecken sie, dass die Sakramente der Kirche nicht „veraltete Relikte“ sind, vielmehr sind sie Gelegenheiten, in denen sich Jesus uns in der Kirche schenkt. Sie kehren um zum regelmäßigen Empfang der Sakramente und zur totalen Einheit mit der Kirche. In vielen Jugendlichen erwacht nach einer Wallfahrt nach Medjugorje der Wunsch nach Weiterbildung, der Wunsch, den Katechismus der Kirche kennen zu lernen. Sie wollen den Glauben verstehen und vertiefen, den Glauben der Kirche, die Lehre der Kirche. Ich kenne einige, die sich einer Evangelisationsschule anschlossen.

Wie führt Maria zur Kirche?

Für mich ist es eine Frucht von Medjugorje, dass ich in den Dienst der Kirche getreten bin. Heute bin ich Priester für die Kirche. Als ich meine Berufung erwog, hörte ich auf das, was mir mein geistlicher Vater und mein Bischof sagten. Es ist sichtbar, wie mich Maria lehrte, der Kirche zu gehorchen. Dasselbe bemerke ich auch bei den Jugendlichen, die ich begleitete.

Ist das bei allen Pilgern so?

Was ich bisher gesehen habe, das kann ich auch bezeugen, nämlich, dass die Menschen hier angenehme Dinge erleben, Gnaden empfangen, aber sie tragen diese Früchte nicht immer in die Kirche, weil die Begleitung unzureichend war, oder weil etwas bei der Begleitung nicht vollständig war. Ich bemerkte in Medjugorje oder auch nach der Wallfahrt Menschen, die diese Orte benützen, um Jugendlichen ausschließlich charismatische Erfahrungen beizubringen oder um sie in apokalyptische Visionen über die Endzeit einzuweihen. Dabei stützen sie sich oft auf nur eine Botschaft, die aus dem Kontext herausgerissen wurde. Ich sehe, in welchem Ausmaß die Früchte von Medjugorje falsch angewendet werden können. Das machen ausschließlich jene, welche einen Auftrag zur Begleitung haben, aber nicht das richtige Gespür für die Kirche. Mein Wunsch als Priester ist, dass Gruppen gut geführt werden, bei der Pilgerfahrt und auch danach. Mögen das doch Menschen machen, die mit der Kirche tief verwurzelt sind, die in Einheit mit der Kirche sind, die den Pilgern helfen, sich einen Schritt der Kirche zu nähern. Zugehörigkeit zur Kirche bedeutet auch Einordnung, und das kann manchmal viel von uns verlangen. Medjugorje ist aber für die Kirche.

Was könnten die Bischöfe tun, um die Früchte von Medjugorje zu fördern?

Ganz einfach die Initiativen der Laien unterstützen und die Möglichkeit schaffen, dass nach der Pilgerfahrt Begegnungen stattfinden, um in dieser besonderen Gnade zu verbleiben.

Welche Rolle spielt Maria im Leben eines Priesters und in einer Pfarre?

Eine lebensnotwendige! Was man uns im Priesterseminar in geistlicher Hinsicht geboten hat, war für mich keinesfalls ausreichend. Für mich ist eine persönliche Bindung an Maria notwendig, jeden Tag und jede Person Maria zu weihen. Maria wird uns helfen, eine Form für eine neue Evangelisation zu finden: neue Methoden, neue Worte, neue Glut. Maria hat Medjugorje als Pfarre erwählt. Die Wirklichkeit einer Pfarre ist die Gemeinschaft der Gläubigen einer Pfarre. Ich möchte die Pfarre ermutigen, sich der Berufung, die sie erhalten hat, bewusst zu werden.

Ist Medjugorje ein mögliches Modell zur Erneuerung einer Pfarre?

Davon bin ich überzeugt. Wenn ich eines Tages Pfarrer werde, werde ich versuchen, die Elemente, die ich hier gesehen habe, für meine Pfarre zu verwenden: den täglichen Rosenkranz, die Eucharistiefeier und den Kreuzweg. In Medjugorje wurde etwas zur Erneuerung der Pfarren für die ganze Kirche vorgegeben. Die Weihe an Maria bringt ihre Früchte.

Ich bin ein junger Priester, der noch vieles lernen muss. Ich trage in mir eine immense Freude und eine große Hoffnung, was die Kirche und die Welt betriff. Und diese Freude kommt von Maria.

Quelle: www.medjugorje.hr

 

 

 


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